Eishockey

Roosters trennen sich von sechs weiteren Spielern

+
Die IEC-Verantwortlichen um Trainer Jari Pasanen treffen dieser Tage erste Personalentscheidungen.

Iserlohn - Die Reaktionen der Fans in den sozialen Netzwerken und Foren schwankten zwischen völliger Überraschung und Enttäuschung bis Zustimmung. Nach der vergangenen, so erfolgreichen Saison tauscht der Klub aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) neben den bekannten Abgängen sechs weitere Akteure aus.

Keinen neuen Vertrag gibt es unter anderem für Kapitän Mike York. Dass die Sauerländer in der kommenden Spielzeit auf drei Topleute würden verzichten müssen, stand seit Wochen fest. Macek (München), Teubert (Drei-Jahres-Vertrag in Nürnberg) und Petersen (Berlin) werden den Verein verlassen. Mit Kevin Lavallée, der einen langfristigen Vertrag bei einem DEL2-Klub aus Norddeutschland unterzeichnet haben soll, kommt jetzt wohl ein vierter Akteur hinzu. 

Vor allem Macek und Teubert werden schwer zu ersetzen sein. Insbesondere Macek war nach der zweiten Nationalmannschafts-Pause Iserlohns bester Akteur, könnte nach einer guten Weltmeisterschaft sogar ein Thema für einen Vertrag in der NHL werden. „Wenn er in einer guten Reihe spielt, könnte er die Scouts überzeugen, davon gehe ich aus“, so Roosters-Cheftrainer Jari Pasanen. 

Überrascht haben die Roosters mit der Entscheidung, den Vertrag von Mannschaftskapitän Mike York nicht zu verlängern. Sechs Jahre spielte der 38-jährige am Seilersee, war fünf davon der unangefochtene Mittelstürmer Nummer eins. „Wir müssen auf dieser Position die Zukunft einleiten. Die notwendige Weiterentwicklung unserer Mannschaft hat uns auch in der Vergangenheit schon gezwungen, schwerwiegende und für uns persönlich harte Entscheidungen zu treffen. Diese zählt ohne Zweifel in besonderem Maße dazu“, so Manager Karsten Mende. 

Um Yorks besondere Leistung zu würdigen, will der Klub seine Rückennummer nicht mehr vergeben. Auch Clubchef Wolfgang Brück bedankte sich bei York: „Er hat es sich verdient, mit anderen großen Namen unserer Historie wie Pouzar oder Jarkko in einem Atemzug genannt zu werden.“ 

Bereits im vergangenen Jahr stand ein Abschied Yorks im Raum. Über die Gründe – aus Respekt – kein Wort, sein Alter aber spielt die entscheidende Rolle und die in den letzten Jahren deutlich nachlassende Geschwindigkeit. Ebenfalls nicht verlängert werden die Verträge von J. P. Côté, Brodie Dupont, Cody Sylvester, Zach Hamill und Chris Connolly. Côté erfüllte nur menschlich die Erwartungen, Hamill kam aufgrund seines Trainingsrückstands nie zum Zug. 

Bei Chris Connolly hätte man gern anders entschieden, nach seiner Knieverletzung aber kam er nie wieder an sein normales Leistungsniveau heran. Mit Dupont und Sylvester schien man eigentlich zufrieden, hofft aber anscheinend, Spieler zu finden, die für mehr Konstanz stehen. 

Alle anderen Akteure des aktuellen Kaders, Boris Blank, Jason Jaspers und Bobby Raymond haben oder werden Angebote erhalten, bei anderen haben die Roosters ihre Optionen gezogen (Pickard, Ross). Insbesondere Jaspers und Raymond gelten als Schlüsselspieler. Schon in der kommenden Woche wollen die Roosters erste Neuzugänge bekannt geben.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare