Iserlohn Roosters empfangen Hamburg Freezers

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Für die Roosters geht es schon am Dienstag mit der Partie gegen Hamburg weiter.

Iserlohn -  Emotionalität im Leistungssport kann ohne Zweifel ein Bonus sein, manchmal ist sie aber auch ein Fluch. Die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mussten das nach den ersten beiden Partien dieser englischen Woche am eigenen Leib erfahren. Mit diesem Wechselbad der Gefühle treffen die Sauerländer bereits am Dienstag (19.30 Uhr, Seilersee) auf die Hamburg Freezers.

Zwischen der Freude über den verdienten Heimerfolg gegen Schwenningen und der Niederlage von Düsseldorf am Sonntag lag alles, was einen Profi bewegen kann: Freude, Hoffnungen, Ärger, Frust, ein Comeback und Enttäuschung – erlebt in rund 48 Stunden.

Dabei verfügt die Mannschaft über einen Trainer, der an jedem Spieltag in der Lage ist, sein Team auf Rahmenbedingungen vorzubereiten. Jari Pasanen, der harte Arbeiter, warnt, mahnt und motiviert, verfügt über die nicht selbstverständliche Fähigkeit, die Köpfe seiner Jungs auch in einem laufenden Spiel zu erreichen.

Gleich zwei Mal ist ihm das in den vergangenen Tagen gelungen. Nach dem zwischenzeitlichen 1:1 beim Sieg gegen die Wild Wings und dem 1:3 nach 20 Minuten in Düsseldorf brachte der Finne seine Mannschaft wieder auf Kurs. „Die Jungs haben sich unglaublich über die erste, falsche Entscheidung des Unparteiischen in Düsseldorf aufgeregt. Sie wussten, dass wir keine Strafen nehmen sollten, weil die DEG ein so gutes Powerplay spielt – und dann das. Sie haben ganz viel diskutiert auf der Bank.“

Schon in dieser Situation hatte Pasanen darüber nachgedacht, eine Auszeit zu nehmen, das Spiel dann aber weiter laufen lassen. Auch er hat nicht damit gerechnet, dass seine Spieler so mit den Rahmenbedingungen hadern würden, dass sie ihren eigentlichen Job vernachlässigen würden.

„Ich kann mir auch nicht erklären, warum wir im ersten Drittel so wenig fokussiert waren“, betont auch Chris Connolly. Der US-amerikanische Stürmer war einer der Besten in den vergangenen beiden Partien, zelebrierte mit seinen Reihenkollegen Boris Blank und Chad Bassen hervorragendes Angriffs- und Defensiv-Eishockey.

Alle drei gehörten am Wochenende zu den besten Formationen der Sauerländer, belohnten sich aber leider nur mit einem Treffer. „Chris ist nach seiner Verletzung wieder der alte und hat am gesamten Wochenende einen richtig guten Job gemacht“, so Pasanen.

Gegen Schwenningen schien die Geduld, gepaart mit dem herausragenden Defensivspiel zurückgekehrt, in Düsseldorf, kam nach dem Ausgleich der erneute Rückstand zum 3:4 einfach zu früh, um erneut der defensiven Systemtreue zu frönen.

Genau das aber wird Jari Pasanen von seiner Mannschaft fordern, wenn sie am Dienstag um 19.30 Uhr in der Eissporthalle am Seilersee gegen den letztjährigen Playoff-Rivalen aus Hamburg aufs Eis geht. Zwar läuft es auch bei den Freezers derzeit aufgrund der hohen Belastung nicht nach Plan, dennoch gehören sie zu den Topteams der Liga. Die Sauerländer gewannen das erste Aufeinandertreffen mit 2:1 nach Penaltyschießen. Da Derek Whitmore krankheitsbedingt ausfällt, rutscht Collin Danielsmeier in den Kader. - Von Mirko Heintz

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