Roosters bejubeln Punkt in München und blicken auf Nürnberg

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Für den leicht angeschlagenen Cody Sylvester (rechts) nimmt Roosters-Coach Jari Pasanen im Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers Zach Hamill in den Kader.

Iserlohn - Niederlagen haben zu schmerzen. Sonntagabend gegen München war das viel verlangt. Nicht mal Cheftrainer Jari Pasanen wollte nach der 1:2-Niederlage der Iserlohn Roosters beim derzeit besten Team der Deutschen Eishockey Liga (DEL), Tabellenführer Red Bull München, wirklich ärgerlich sein.

Dank einer Leistungssteigerung hatte sich das Team vom Seilersee einen verdienten Punkt erarbeitet. Dieser Zähler kann im Kampf um eine gute Ausgangssituation für die Abschlussplatzierung und damit die Playoffs von besonderer Bedeutung sein. 

„Wir haben in einem hart umkämpften Match taktisch sehr gut gespielt, hatten die besseren heraus gespielten Chancen und standen gut in der Defensive“, sagte der Chefcoach.

Dass die Roosters gegen Tabellenführer gut aussehen können, war kein Geheimnis mehr. Erstmals kamen die Blau-Weißen gegen eine aggressiv vorcheckende Mannschaft zurück ins Match. München war insbesondere in den Anfangsminuten der Partie der erwartet starke Gegner, schnürte die Waldstädter in der eigenen Defensivzone ein. „Wir haben die Außenstürmer ein wenig mehr zurückgezogen und damit den erhofften Erfolg gehabt“, erklärte Pasanen. 

So hat sein Team den Gegner deutlich mehr auch in der Defensive gefordert und sich mehr Freiräume erarbeitet. Dank eines grandiosen Backcheckings wäre vielleicht sogar mehr als der Punktgewinn drin gewesen. „Wir haben wirklich hart gearbeitet, München steht nicht umsonst dort oben. Die Tatsache, dass wir nach den schwächeren Spielen vor der Pause auswärts so ein Match abrufen, gibt uns allen wieder mehr Selbstvertrauen, auch für die kommenden Auswärtsspiele in den Playoffs“, unterstrich Torhüter Mathias Lange. Der ehemalige österreichische Nationaltorhüter präsentierte sich in München, aber auch am Freitag, als er beim 6:0 gegen Augsburg den ersten Shut-out der Saison feierte, in bestechender Form. 

Zweiter Gewinner des Wochenendes war Chris Connolly, der dort anknüpfte, wo ihn eine schwere Knieverletzung vor einigen Monaten gestoppt hat. „Ja, es hat lange gedauert, aber es war auch eine schwere Verletzung, die schlimmste meiner Karriere. Das soll keine Entschuldigung sein, aber es hat einfach seine Zeit gebraucht.“ 

Michel Périard schoss ganz nebenbei sein erstes Saisontor und die erste Sturmformation mit York, Petersen und dem immer besser werdenden Dupont überzeugte auf ganzer Linie. „Mike hat nicht nur ein geniales Tor gegen Augsburg geschossen, er führt auch seine Reihe mit unglaublichem Engagement und macht sie so besser. Mich freut vor allem, dass Brodie von Spiel zu Spiel wieder mehr Selbstvertrauen zu seinem Spiel findet“, sagte Pasanen. 

Es scheint fast so, als hätten die Roosters ihre Talsohle hinter sich gelassen. Gelängen jetzt noch Siege in den nächsten beiden Heimpartien gegen Nürnberg (Dienstag, 19.30 Uhr, Seilersee) und Berlin, könnte der Grundstein für die direkte Viertelfinal-Qualifikation gelegt sein.

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