Roosters testen gegen Wolfsburg und Düsseldorf

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Besorgt angesichts der personellen Situation: Trainer Jari Pasanen.

Iserlohn -  Dass diese Vorbereitung für die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nicht unter dem besten Stern steht, hat Cheftrainer Jari Pasanen schon akzeptiert. Dass sie nicht mal am letzten Vorbereitungswochenende in den Testspielen gegen Wolfsburg (Freitag, 19.30 Uhr, Seilersee) oder am Sonntag gegen die Düsseldorfer EG in Duisburg (18.30 Uhr) die Kurve kriegt, ist auch für ihn eine Enttäuschung: „Es ist wie es ist“, so der Finne lapidar.

Sorgen macht sich der 50-jährige um die Personalsituation. Zwar kehrten Alex Foster und Collin Danielsmeier in dieser Woche in den Kader zurück, anders als erhofft fehlt aber mit Jeff Giuliano einer der Wichtigsten. „Er hat es versucht, musste allerdings das Training nach zehn Minuten abbrechen. Wir vermuten eine Infektion.“ Die hat sich der kleine US-Amerikaner offenbar aufgrund einer schweren Gesichtsverletzung zugezogen.

Wie viele andere Akteure ausfallen, lässt sich derzeit noch nicht mit Sicherheit sagen. Mindestens fünf Spieler klagten über teils schwere Halsschmerzen. Zumindest im Training konnten die Sauerländer am eigenen Konzept weiterarbeiten. „Wir haben natürlich am Über- und Unterzahlspiel gefeilt, aber auch an unserem Umschaltspiel und den Feinheiten in der Defensive“, so Pasanen.

Insbesondere den neuen Spielern hat er in dieser Woche versucht, die Feinheiten seines letztjährigen Defensivsystems zu transportieren. Whitmore wird an diesem Wochenende gemeinsam mit Raedeke und Macek spielen, Blank rutscht zu Petersen und York.

Arbeit hat der Coach auch mit dem taktischen System. Seine Ideen von einem 1-1-3 oder einem 1-2-2 hat die Mannschaft noch nicht wirklich verinnerlicht. „Sie denken noch nicht gleich. Wenn sie sich zurückziehen müssten, machen sie das noch nicht gemeinsam und das Gleiche passiert, wenn sie eigentlich den Forecheck intensivieren müssten. Und wenn sich einer für die eine und der andere für die zweite Variante entscheidet, dann entstehen Lücken, wie wir sie gegen Köln gesehen haben“, erklärt Pasanen.

Um die eigenen Torhüter in der Saison besser entwickeln zu können, haben sich die Roosters entschieden, einen Goalie-Coach zu verpflichten. Die Wahl ist auf Pasanens Landsmann Mika Tarvainen gefallen. Der 45 Jahre alte Finne wird ab sofort eine Woche pro Monat mit Mathias Lange, Thomas Ower und Michel Weidekamp arbeiten. Deutschland-Erfahrungen hat er in der vergangenen Saison in Köln und beim Oberligisten aus Frankfurt gesammelt, sonst arbeitet Tarvainen insbesondere beim schwedischen Zeitliga-Club aus Timra. - MiHei

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