Zwei Wochen vor dem Saisonstart

Viele Fragezeichen bei den Iserlohn Roosters

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Die Iserlohn Roosters und Sean Sullivan (Mitte) stehen personell und taktisch noch vor einigen Fragezeichen.

Iserlohn - Manchmal kann es sinnvoll sein, seine Grenzen zu erkennen. Vielleicht gilt das auch für die Iserlohn Roosters. Knapp zwei Wochen vor Beginn der Meisterschaft hat der Klub am Sonntag bei den Kölner Haien verloren. Es war die erste Pleite der Vorbereitung. Die Konsequenz ist noch nicht einschätzbar, denn das Wochenende hat Spuren hinterlassen.

Schon das Freitagsheimspiel gegen die Düsseldorfer EG hat trotz des Erfolges bei IEC-Cheftrainer Jari Pasanen für Verdruss gesorgt. „Wir waren nicht laufbereit, nicht bereit, uns körperlich zu verausgaben, um die Passwege des Gegners zuzustellen.“ Kritik übte der Finne auch am eigenen taktischen Spiel. Derzeit versucht er auszutesten, in welcher Form sich die im vergangenen Jahr schon eingeführten taktischen Varianten modifizieren lassen. Die Antwort: noch gar nicht.

Das hängt einerseits damit zusammen, dass die Mannschaft noch nicht komplett zusammenarbeiten kann, andererseits aber auch damit, dass die zentralen Punkte noch zu viel Nachdenken verursachen. Beweis dafür waren das Mitteldrittel gegen Düsseldorf und auch die ersten beiden Spielabschnitte gegen die Haie.

Auch personell ist Pasanen noch nicht wirklich weiter. Fest steht nur die dritte Formation. Wenn sie gesund sind, sollen Foster, Dupont und Giuliano eine Einheit bilden – ansonsten gibt es Fragezeichen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sich eines davon in dieser Trainingswoche auflösen. Neuzugang Whitmore könnte Mittelstürmer zwischen Macek und Raedeke werden, alle drei zeigten in Köln gute Ansätze. „Ich möchte Brent Raedeke lieber offensiver auf einer Außenposition einsetzen, weil ich ihm als Center zu viele Defensivaufgaben übertragen muss“, erklärt Pasanen.

Das beschert ihm Probleme: Wie besetzt er die verbliebene Position in Reihe eins bei Petersen und York? Optional würde sich Boris Blank anbieten, der aber ist auch nach eigener Analyse noch nicht vollkommen am Seilersee angekommen. „Boris ist ein guter Spieler, aber er braucht Zeit, um sich in die Mannschaft einzufinden und sein Spiel anzupassen, das in den vergangenen Jahren aufgrund seiner Reihenkollegen in Krefeld eher osteuropäisch geprägt war“, so Pasanen.

Mit viel Engagement wäre in diesem Punkt aber vielleicht eine Lösung möglich – vielleicht gar unumgänglich. Planung des Coaches ist, die vierte Reihe mit Wruck, Friedrich und Bassen aufs Eis zu schicken, die in den ersten Testpartien überzeugte.

Die Verletzten dürften übrigens spätestens bis Donnerstag zurückkehren. Foster hat seine Rückenprobleme überwunden, Danielsmeier will es am Dienstag mit dem ersten Eistraining versuchen. Giulianos schwerer Cut im Gesicht ist ebenfalls abgeheilt. - von Mirko Heintz

Das sagten Haie-Trainer Uwe Krupp und Daniel Tjärnqvist nach dem Testspiel-Wochenende

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