IEC beendet die Negativserie

Endlich wieder ein Sieg: Mike Brennan und die Roosters gewannen in Straubing.

STRAUBING -  In der Schlussphase ließen die bajuwarischen Gastgeber nichts unversucht, nahmen ihren Goalie Jason Bacashihua vom Eis – doch Straubing hat es nichts genutzt: Im Stadion der Tigers durften die Iserlohn den ersten Sieg nach zuvor fünf Niederlagen in Folge bejubeln.

Das Team von Cheftrainer Jari Pasanen gewann am Freitagabend mit 5:4 (3:1, 0:3, 2:0) und feierte mit dem neuen Hauptverantwortlichen an der Bande den lang ersehnten Sieg, der neue Kräfte am Seilersee freisetzen könnte. Denn endlich hat nicht nur die Leistung, sondern auch mal wieder das Ergebnis gestimmt.

„Die Jungs haben ein Supergeschenk gemacht“, freute sich Roosters-Spieler Christian Hommel, der in Straubing sein 600. DEL-Spiel absolvierte und mit Neuzugang Chris Connolly um die Wette strahlte: Der frisch verpflichtete Roosters-Stürmer legte einen Einstand nach Maß hin, erzielte bei seiner Premiere direkt ein Tor und arbeitete effektiv für das Team. Und genau deshalb gilt Sport als die schönste Nebensache der Welt: Frühmorgens in Helsinki gestartet, über München nach Straubing chauffiert, verbuchte Neuzugang Chris Connolly – in einer Reihe mit Mulock und Sertich auf dem Eis – nach 19:13 Sekunden seinen ersten DEL-Treffer. Aus der Luft, per Rückhandschlenzer über Bacashihua ins Netz, es war ein echtes Traumtor zum 3:1-Pausenstand. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Sauerländer vom Anfangsschock nach 129 Sekunden mit dem 0:1-Rückstand bestens erholt.

Doch im zweiten Drittel war mal wieder der Wurm drin. Die Roosters leisteten sich zu viele Ungenauigkeiten – und die Gastgeber drehten die Partie zu ihren Gunsten und lagen plötzlich mit 4:3 in Front. So wie Straubing den zweiten Abschnitt begann, agierten die Roosters im dritten Drittel. Mit viel Engagement kehrte das Team zurück aufs Eis, verbuchte nach 136 Sekunden den Treffer zum 4:4-Ausgleich durch Macek. In der Folgezeit schwammen die Blau-Weißen in der eigenen Defensive. Nicht wegen eigener Fehler, sondern aufgrund der druckvollen Spielweise der Heimmannschaft war das Team vom Seilersee zu oft in der eigenen Verteidigungszone gefangen. Aber das Pasanen-Team wehrte sich prächtig, überstand eine 3:5-Unterzahlsituation und kämpfte sich mit fünf Verteidigern, Giuliano spielte defensiv, zum erneuten Führungstor. Raedeke erzielte das 5:4, exakt 3:08 Minuten vor dem Ende: Es war der verdiente Siegtreffer für den IEC.

Straubing: Bacashihua – Osterloh, Kramer; Ondruschka, Hendry; Sturm, Sullivan – Brandl, Down, Germyn; Beech, Stewart, Röthke; Brandt, Flache, Wörle; Endraß, Schönberger

Roosters: Ersberg – Teubert, Raymond; Brennan, Jares; Orendorz, Kopitz; Gödtel – York, Wolf, Giuliano; Sertich, Mulock, Connolly; Foster, Macek, Raedeke; Fischhaber, Frosch, Hommel

Schiedsrichter: Oswald (Kaufbeuren); Piechaczek (Finning)

Tore: 1:0 (02:09) Wörle (Flache), 1:1 (12:43) Foster (Raedeke, Teubert), 1:2 (14:05) York (Mullock, Wolf/5-4), 1:3 Connolly (19:13), 2:3 (21:52) Brandt (Wörle), 3:3 (34:18) Sturm (Hendry, Röthke/5-3), 4:3 (35:33) Beech (5-4), 4:4 (42:16) Macek (Giuliano, Foster), 4:5 (56:52) Raedeke (Wolf, York)

Strafminuten: Straubing 6; Roosters 7

Zuschauer: 4 560

Von Mirko Heintz

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