Bei den Roosters hapert es mit dem Toreschießen

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Nur sechs Treffer in den vergangenen vier Spielen: Bei den Roosters hakt es aktuell beim Abschluss.

Iserlohn - Wer keine Tore schießt, kann nicht gewinnen: Sechs Treffer nach regulärer Spielzeit verbuchten die Iserlohn Roosters in den letzten vier Partien. Dabei kassierten die Sauerländer drei Niederlagen und landeten nur einen Sieg nach Penaltyschießen, verlieren damit in der Tabelle deutlich an Boden, rangieren auf Rang neun.

Von Mirko Heintz

„Man weiß nicht, warum das mit dem Toreschießen manchmal schwer und manchmal einfach ist. Wir bringen die Scheiben gut vor das Tor, aber keinen Schläger ran, um den Puck über die Linie zu treiben. Wichtig ist aber auch in der Defensive besser zu spielen, dann reichen vielleicht auch zwei Tore“, sagt Mannschaftskapitän Alex Foster.

Wie schon am Freitag beim 1:2 gegen Augsburg, so brauchten die Roosters auch am Sonntag in Wolfsburg zu lange, um ins Spiel zu finden, verschliefen das erste Drittel gar komplett. „Ich hatte fast den Eindruck, die Jungs seien ein wenig mutlos gewesen. Ich kann überhaupt nicht erklären, was da in den ersten 20 Minuten passiert ist“, sagt Cheftrainer Jari Pasanen und steht damit nicht allein.

Auch Youngster Dieter Orendorz hat für den Aussetzer im ersten Drittel keine Erklärung. „Wenn ich eine Idee hätte, würde ich sicherlich alles tun, damit das nicht mehr passiert, aber ich weiß nicht, was mit uns los war.“ Faktisch kam das Team zu spät in jeden Zweikampf, wenn es den überhaupt annahm. Assistenz-Coach Bartman hatte schon im Spiel betont, dass er das vielleicht schlechteste Auswärtsdrittel seiner Mannschaft in dieser Saison gesehen hätte.

Um die Situation in den Griff zu bekommen, entschied sich Pasanen seine Mannschaft komplett umzubauen. Connolly wurde zum Außenstürmer, Raedeke zum Center, was letztlich zu mehr Bullygewinnen und in dieser Formation zu mehr Angriffdruck führte. Giuliano wanderte vom Angriff in die Abwehr, löste Collin Danielsmeier ab, der anschließend, genauso wie Youngster Marko Friedrich, nur noch auf der Bank saß.

Als Verantwortliche für das schwache Spiel wollte Pasanen diese beiden allerdings nicht verstanden wissen. „Vier bis sechs Spieler haben ihren Job nicht so gemacht, wie ich es mir gewünscht habe.“

Gerade im Fall Friedrich aber sollten die Verantwortlichen die hervorragende Vorbereitung des Youngsters nicht vergessen. So junge talentierte Spieler wie er brauchen Eiszeit. Dass er die am kommenden Wochenende bekommt, ist für Pasanen nicht ausgeschlossen: „Ich werde insgesamt viel darüber nachdenken müssen, wie ich die Mannschaft aufbaue.“

Vielleicht steht ihm Mike York bis dahin wieder zur Verfügung, der mit seiner Abgeklärtheit insbesondere im Powerplay, der zweiten Baustelle der letzten zwei Wochen, an allen Ecken und Enden fehlt.

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