Gegen Nürnberg, in Schwenningen

Lange steht am Wochenende zwei Mal im Kasten

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Tyson Mulock und die Iserlohn Roosters wollen ihre bisher guten Saisonleistungen gegen Nürnberg bestätigen und den Tabellenzweiten am Freitagabend überraschen.

ISERLOHN - Kennenlernzeit benötigten sie am Donnerstagmittag am Seilersee nicht. Getroffen haben sich der Finne Jari Pasanen und der Kanadier Jamie Bartman, neuer Assistenzcoach der Iserlohn Roosters, an der Bande beim ersten harten Check eines Derbys aus vergangenen Hockeyzeiten. Pasanen fightete als Stürmer für Wilhelmshaven, Bartman verteidigte für Bremerhaven. Nun ziehen beide für die Roosters an einem Strang.

Von Mirko Heintz

Bartman weiß seit Dienstag, dass es mit dem Job am Seilersee etwas wird, reiste Mittwoch aus seiner bayrischen Heimat Kempten an und trainierte Donnerstag zum ersten Mal offiziell mit. Der Familienvater hat nach seinem Abschied bei den Kassel Huskies im Sommer 2012 nur seinen Sohn, aber keine Profimannschaft mehr trainiert.

Bereits im Spiel am Freitag gegen den Tabellenzweiten Nürnberg Ice Tigers (19.30 Uhr/Eissporthalle Seilersee) soll der 51-jährige die Defensive coachen. Richtig gut kennt er Lasse Kopitz. Beide waren in Frankfurt unter Vertrag, als Bartman nach zahlreichen Ingolstädter Jahren an der Seite von Rich Chernomaz in die Mainmetropole wechselte.

Bartman soll Jari Pasanen entlasten und Manager Karsten Mende von der Rolle des Hilfs-Trainers entbinden, die der ehemalige Nationalspieler zuletzt einnahm. Mende erwartet von Bartman neue Impulse für die tägliche Arbeit. „Man ist Mittler zwischen Cheftrainer und Mannschaft, wenn auch klar ist, dass das umgesetzt werden muss, was Jari sagt“, interpretiert Bartman seine Rolle.

Welche Rolle Collin Danielsmeier von nun an spielen wird, ist dagegen noch offen. Weil der Rekordspieler sich eine Magen-Darm-Erkrankung zugezogen hat, fehlt er seit Wochenbeginn im Training. Danielsmeiers Rolle sieht Coach Pasanen wohl weniger in der Trainerkabine, sondern zur Stärkung der Defensive auf dem Eis.

Viel Neues aus der Mannschaft gibt es dagegen vor der Partie gegen die Ice Tigers und dem Auswärtsspiel am Sonntag in Schwenningen (16.30 Uhr, Helios-Arena) nicht. Da Erik Ersberg noch nicht trainieren kann, steht Mathias Lange zwischen den Pfosten. Gegen die Franken haben die Roosters in dieser Saison einmal mit 6:5 nach Penaltyschießen gewonnen, in Nürnberg knapp mit 1:2 verloren.

Die Bilanz gegen den Liganeuling ist ähnlich. Gegen Schwenningen holten die Roosters drei Punkte (4:0), verloren aber im November am Seilersee (3:5). In den Schwarzwald reisen über 500 Fans der Roosters mit dem Sonderzug. Erstmals wird nicht die komplette Mannschaft die Rückreise an den Seilersee antreten. „Viele Jungs fahren direkt zu ihren Familien, um Weihnachten zu feiern“, erklärt Roosters-Stürmer Simon Fischhaber.

Roosters: Lange – Brennan, Raymond; Orendorz, Giuliano; Kopitz, Jares; Gödtel, York, Wolf, Raedeke; Sertich, Mulock, Connolly; Foster, Macek, Frosch; Fischhaber, Kahle, Hommel

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