Der Roosters-Motor zündet in Mannheim zu spät

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Auf den 6:1-Sieg gegen Wolfsburg am Freitag folgte für die Iserlohn Roosters (links Alex Foster) eine 2:4-Schlappe in Mannheim.

Mannheim - Die Spätstarter vom Seilersee standen am dritten Advent kurz vor einer Überraschung. Nach einem schwächeren ersten Drittel bei den Adlern Mannheim kamen die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) im Mittelabschnitt deutlich besser ins Spiel und schaffte den Ausgleich, hatte aber im Schlußabschnitt nicht das nötige Glück. Letztlich zog das Team von Cheftrainer Jari Pasanen mit 2:4 (0:1, 2:1, 0:2) den Kürzeren.

„Vielleicht hatten wir einfach ein bisschen zu viel Respekt“, meinte Co-Trainer Jamie Bartman nach den ersten 20 Minuten. Seine Roosters lagen 0:1 hinten. Man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Sauerländer noch nicht richtig im Match angekommen waren. Zwar steigerte sich das Team im Laufe des Drittels, hatte aber zu wenig offensive Spielanteile. Dennoch fiel der Gegentreffer nicht aus einer Drucksituation heraus, sondern aufgrund eines Missverständnisses von Lange und Macek in Iserlohner Überzahl. Mannheims Mauer erkennte die Situation, schnappte sich den Puck, schoss in Richtung langes Eck und traf (11.).

Schon nach 3:44 Minuten nach Wiederbeginn erlebte der IEC den nächsten Rückschlag. Whitmore nicht aggressiv genug, ließ Raymond von der blauen Linie schießen, Lange war die Sicht verdeckt – 0:2. Die Roosters wurden plötzlich offensiv aggressiver, hatten die erste Chance des Drittels durch Wruck und Petersen. Danach der erste Sauerländer Jubel und Friedrichs erster Saisontreffer. Dank des starken Lange blieb es beim knappen Vorsprung der Gastgeber – bis kurz vor Ende des Drittels Bassen das 2:2 erzielte (38.).

Mutig gingen die Roosters nach dem Ausgleich auch ins letzte Drittel. Nach überstandener Unterzahl hätten die Roosters im Powerplay selbst die Partie in Überzahl zu ihren Gunsten entscheiden können, Yorks Pass auf Liwing stoppte Endras in höchster Not. Nur Augenblicke schlug ein Schuss von Wagner zum 3:2 ein. Ullmann kassierte wegen eines Bandenchecks zwei Strafminuten, doch in diesem Powerplay leistete sich Wruck einen Check gegen Kopf und Nacken von Goc, kassierte eine Spieldauer. Der Empty-Net-Treffer der Adler durch Markus Kink 3,4 Sekunden vor dem Ende entschied die Partie. - MiHei

Adler: Endras – Akdag, Richmond; Reul, Goc; Raymond, Wagner; Fischer – Ullmann, Mauer, Höfflin; Metropolit, Tardif, Plachta; Hospelt, Rheault, Arendt; Joudrey, Buchwieser, Kink

Roosters: Lange – Button, Lavallée; Sullivan, Liwing; Orendorz; Orendorz, Teubert; Jares - Bassen, Connolly, Blank; York, Wruck, Petersen; Foster, Dupont, Whitmore; Raedeke, Friedrich, Macek

Schiedsrichter: Aicher (Rosenheim), Bauer (Nürnberg)

Tore: 1:0 (10:29) Mauer (Arendt/4:5), 2:0 (23:44) Raymond (Rheault, Akdag), 2:1 (26:26) Friedrich (Macek), 2:2 (37:10) Bassen (Connolly), 3:2 (52:19) Wagner (Rhealt, Hospelt), 4:2 (59:56) Kink (Arendt)

Strafen: Adler: 8 Roosters: 11 + Spieldauer (Wruck)

Zuschauer: 11 004

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