Roosters unterliegen in Ingolstadt mit 2:5

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Nach dem knappen Sieg über Berlin unterlagen J.-P. Côté (links) und die Roosters in Ingolstadt deutlich.

Ingolstadt - Im Kampf um die beste Ausgangssituation für das Playoff-Viertelfinale haben die Iserlohn Roosters in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) einen Rückschlag hinnehmen müssen. Beim deutlich zielstrebigeren ERC Ingolstadt hatten die Iserlohner ihre Probleme, aber auch Pech. Am Ende hieß es 5:2 (2:0/2:1/1:1) für die Bayern.

Dass Ingolstadt im Wissen, noch um die Pre-Playoffs zu kämpfen, mit viel Engagement ins Spiel starten würde, war zu erwarten. Dass die Roosters allerdings im ersten Drittel so sehr unter Druck stehen würden, damit war nicht zu rechnen. Die Sauerländer waren meilenweit vom eigenen Spiel und den taktischen Vorgaben der Trainer entfernt. Vom ersten Moment drückte der ERC, machte die Banden dicht, schoss aus allen Positionen auf das Iserlohner Tor. 

Das Problem für IEC-Torhüter Chet Pickard war, dass seine Vorderleute die gegnerischen Schläger nicht kontrollierten. So fielen auch die beiden Ingolstädter Tore durch Irmen und Taticek zum 2:0 (6./16.). Chancen für die Iserlohner waren Mangelware. 

Das änderte sich im Mittelabschnitt, die Roosters holten sich nach einer überstandenen Unterzahl, als Orendorz auf die Strafbank musste, das Momentum zurück. Jedoch lag das Team nach dem dritten Gegentreffer durch Taticek nach 59 Sekunden mit 0:3 hinten. Dann kam die Strafe und drei Minuten später der Anschlusstreffer. Bassen setzte sich an der linken Bandenseite im Zweikampf durch, spielte den Diagonalpass zum frei vor dem rechten Pfosten stehenden Blank – 1:3 (28.). 

Danach drückten die Sauerländer weiter, scheiterten aber immer wieder im Spielaufbau im Feintuning. Trotzdem hatte Macek in der 34. Minute mit seinem Lattenkracher den direkten Anschlusstreffer auf dem Schläger. Zwei Minuten später machte McMillan das 4:1. Anschließend wechselte Trainer Jari Pasanen Pickard gegen Lange aus, wollte erneut ein Zeichen setzen. Das allerdings gelang nicht mehr in diesem Drittel. 

Blanks Schuss aus der Drehung zwei Minuten nach Wiederbeginn hätte die Sauerländer erneut ins Match zurückkehren lassen können, vom Innenpfosten aber sprang der Puck wieder heraus. Nach einer Dreiviertelstunde hatten die Roosters gerade eine zehn Sekunden dauernde doppelte Unterzahl überstanden, als die Waldstädter die Scheibe einmal mehr nicht aus dem Slot bekamen, Lebler die Übersicht behielt und zum 5:1 traf. 

Jaspers verbucht zwar noch den zweiten Iserlohner Treffer, mehr aber war an diesem Tag nicht drin.

ERC: Timo Pielmeier – Kohl, McNeill; Friesen, Salcido; Köppchen, Wagner; Björn Barta – Buck, Laliberte, Lebler; Alexander Barta, Irmen, Taticek; Ross, Greilinger, McMillan; Thomas Pielmeier, Davidek, Elsner 

Roosters: Pickard (ab 36:00 Lange) – Button, Teubert; Côté, Lavallée; Périard, Raymond, Orendorz - Jaspers, Caporusso, Macek; York, Friedrich, Petersen; Bassen, Connolly, Blank; Sylvester, Dupont, Ross 

Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg), Zehentleitner (Oberstdorf) 

Tore: 1:0 (05:56) Irmen (Lebler, Salcido), 2:0 (15:25) Taticek (A. Barta, Salcido), 3:0 (20:59) Taticek (A. Barta, Irmen), 3:1 (27:15) Blank (Bassen, Connolly), 4:1 (36:00) McMillan (Ross, Greilinger), 5:1 (45:15) Lebler (Salcido, Buck), 5:2 (53:44) Jaspers (Macek, Button)

Strafen: ERC: 8; Roosters: 6

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