Roosters-Trainer bemängelt kleine Fehler und Frustfouls

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Iserlohn - Wie schafft es ein Trainer, die individuellen Fehler seiner Mannschaft im Spiel zu eliminieren? Diese Frage hat sich schon mancher Chefcoach gestellt. Jari Pasanen von den Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) wird sich diese Frage auch stellen.

Die Schwierigkeit: Im Eishockey ist manches eben nur von denen zu regeln, die mit Helm und Schläger auf dem Eis stehen. Deshalb hört man nach Spielen wie am Sonntag, als die Roosters nach einem der besten Auswärtsspiele der Saison mal wieder mit einer Ein-Tor-Niederlage und ohne Punkte aus Ingolstadt die Heimreise antreten mussten, den Chefcoach immer wieder die gleichen Dinge sagen: „Wir müssen lernen, die kleinen Fehler zu vermeiden.“ 

Aber es kommt noch ein weiterer Punkt dazu: Frustfouls. Gleich zwei leisteten sich die Sauerländer bei den Panthern. Der erste Auftritt gehörte Dave Dziurzynski, der in einer Spielunterbrechung, genau unter den Augen eines Schiedsrichters, eine Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe wegen Beinstellens aufgebrummt bekam. 

Ähnlich erging es mal wieder Blair Jones. Schon beim letzten Mal in Ingolstadt kassierte er vier Hinausstellungen hintereinander, am Sonntag wegen eines Checks eine Spieldauer, die keine war. Der Check war hart, aber fair, was den Schiedsrichtern Haupt und Rohatsch entging. Ingolstadts Brandon Buck, angeblich an der Bande gefällt, spielte im anschließenden Powerplay der Ingolstädter über drei Minuten. 

Allerdings bleibt die Frage: Warum muss Jones diesen Check im Drittel des Gegners mit weitem Anlauf überhaupt fahren? Pasanen: „Da darf er klüger sein.“ Mal wieder hatte der so spielstarke Kanadier seine Nerven überhaupt nicht im Griff und schadete seiner Mannschaft. Dabei fing das Wochenende so vielversprechend an. 

Der Sieg gegen Krefeld und auch die Iserlohner Überlegenheit waren deutlich. Wichtig war auch, dass Spieler wie Halischuk und der so überragend arbeitende Friedrich mal wieder oder zum ersten Mal in dieser Saison einen Treffer bejubelten. Bemerkenswert war der hervorragende Auftritt von Chet Pickard. Der Deutsch-Kanadier, der so lange in dieser Saison nach seiner Form suchte, hat im IEC-Tor mittlerweile drei gute Partien in Folge gemacht. „Auch er hat nicht vollkommen fehlerfrei gespielt, aber er hat in einer Phase, in der Mathias auch mal eine Pause braucht, sehr gute Leistungen gezeigt“, ergänzt Pasanen. 

Ein Sonderlob verdiente sich auch Louie Caporusso. Der Kanadier findet sich immer besser zurecht, war einer der überragenden Akteure in Ingolstadt. „Für mich war es eine sehr schwierige Saison, aber jetzt merke ich, dass ich endlich wieder meine Beine finde.“ Auch dazu, dass die Sauerländer noch immer zu wenig Tore auswärts erzielen, hat Caporusso eine Antwort parat. „Unsere Chancen bringen uns auf den richtigen Weg. Wenn wir sie haben, wird auch der Rest gelingen, da bin ich sehr zuversichtlich.“

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