Am Ende wird sogar Caron gefeiert

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Die Iserlohn Roosters um Mike York mussten sich am Sonntag gegen Hamburg mit 2:5 Treffern geschlagen geben und quittierten damit ein Null-Punkte-Wochenende.

ISERLOHN -  Die Iserlohn Roosters kommen einfach nicht in die Gänge. Nach der freitäglichen 1:4-Niederlage bei den Augsburger Panthern setzte es am Sonntag eine weitere Niederlage: Nach einem erschreckend schwachen Mittelabschnitt zogen die Sauerländer gegen die Hamburg Freezers mit 2:5 (0:0, 1:4, 1:1) den Kürzeren.

Kein Wunder, dass die Stimmung unter den Fans mittlerweile im Keller ist. Der Cheftrainer musste einmal mehr „Mason raus“-Rufe über sich ergehen lassen, die Unterstützung für die Mannschaft ließ abgesehen von einer kurzen Phase nach dem 2:4 ebenfalls zu wünschen übrig, während Freezers-Keeper Caron bei seiner Rückkehr an den Seilersee nach der Schlusssirene gefeiert wurde.

Bis auf den langzeitverletzten Mark Bell erstmals wieder in kompletter Besetzung ließ sich die Partie für die Waldstädter recht gut an. Gegen abwartende Hansestädter waren die Hausherren dominant, kamen durch Raedeke (2) und Wolf auch zu guten Gelegenheiten. Doch Ex-Rooster Caron machte einen sicheren Eindruck, ließ sich in den ersten 20 Minuten nicht überwinden.

Der Mittelabschnitt war gerade zwei Minuten alt, da schlug es hinter Lange ein: Nach schlechtem, weil zu langsamen Wechsel bei den Roosters zog Flaake auf und davon – 0:1. Ein Gegentreffer, der beim Mason-Team sichtlich Wirkung zeigte. Die Domimanz war weg, die Verunsicherung zurück. Konsequenz: Gut vier Minuten später ließ Nielsen das 0:2 folgen, ehe binnen 82 Sekunden Jakobsen mit einem noch abgefälschten Schuss sowie der völlig allein gelassene Dupuis gar zum 0:4 nachlegten. In Überzahl verkürzte Sertich noch vor der Drittelpause auf 1:4, ehe Mason mit einem Torwartwechsel ein psychologisches Zeichen setzen wollte, denn schlecht hatte Lange nicht gehalten. Ersberg führte sich mit zwei Saves auch gut ein, und als Foster den Puck zum 2:4 über die Linie stocherte (46.), kam endlich so etwas wie Stimmung auf.

Damit war es aber schnell wieder vorbei, als Mitchell zum 2:5 konterte. Iserlohn resignierte, Hamburg spielte den Vorsprung problemlos runter, verschärfte damit die Krise bei den Sauerländer, die weiter auf dem vorletzten Platz verharren. „Das Spiel haben wir im zweiten Drittel verloren. Es gibt ein mentales Problem, das wir jetzt lösen müssen“, zog Trainer Doug Mason sein Fazit. - rm/Ku

Iserlohn: Lange (ab 41. Ersberg) – Rymond, Teubert; Danielsmeier, Brennan; Jares, Gödtel; Orendorz – Mulock, Sertich, M. Wolf – Raedeke, York, Macek; Giliano, Foster, Frosch; Hommel, Fischhaber, Kopitz

Hamburg: Caron – Lavallée, Schmidt; Roy, Pettinger; Nielsen, Bettauer – Oppenheimer, Jakobs, Krämmer; Flaake, Festerling, D. Wolf; Duouis, Michell, Madsen; Möchel, Rinke

Schiedsrichter: Bauer/Rohatsch

Tore: 0:1 (22:08) Flaake (Krämmer), 0:2 (26:32) Nielsen (Feserling, D. Wolf), 0:3 (34:11) Jakobsen (Oppenheimer, Pettinger), 0:4 (35:32) Dupuis (Mitchell, Madsen), 1:4 (37:14) Sertich (Mulock, Raymond/5-4), 2:4 (45:34) Foster (Hommel, Giuliano), 2:5 (50:30) Mitchell (Madsen, Nielsen)

Strafzeiten: Iserlohn 8, Hamburg 10

Zuschauer: 3063

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