Playoff-Viertelfinale im Eishockey

6:2! Roosters erzwingen Showdown in Ingolstadt

- Foto: Jentzsch

Iserlohn - Und wieder nach Ingolstadt: Die Iserlohn Roosters bleiben im hochdramatischen Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey-Liga am Drücker, erzwangen mit einem überlegen herausgespielten 6:2 (1:0, 4:1, 1:1)-Erfolg über den noch amtierenden Deutschen Meister den 3:3-Ausgleich in der Serie und damit das alles entscheidende Spiel am Dienstag in der Autometropole.

Pure Dominanz der Roosters prägte Drittel Nummer eins am Sonntagabend. Unabhängig von den 22 Overtime-Minuten am Freitag und langer Rückreise an den Seilersee startete das Pasanen-Team mit unglaublichem Engagement ins Match. „Siegen oder Fliegen“ – das Motto setzte bei den Sauerländern Kräfte frei. Erstes Resultat: Bassens Führungstor nach 76 Sekunden, der die ausverkaufte Eishalle in ein Tollhaus verwandelte.

Die Halle stand Kopf – die Roosters machten Druck, scheiterten aber mit vier hochkarätigen Gelegenheiten von Raedeke, Bassen und Dupont am starken Pielmeier. Hinten hatte Lange keine Probleme, wurde aber zweimal von Ingolstädtern attackiert. Insgesamt präsentierten sich die Panther nicht nur hart, sondern oft unfair, was sich in den Schlussminuten des Auftaktdrittels (18:6-Torschüsse) in einem Check gegen den Kopf von Foster und einem Foul an Whitmore widerspiegelte.

Weil Ingolstadt mit einer Überzahl ins zweite Drittel ging, durch Hager ausglich, stand das Match auf Messers Schneide. Das Pendel hätte in den nächsten vier Minuten in jede Richtung ausschlagen können, wenn da nicht ein dummes Foul von Friesen gewesen wäre, dass die Roosters ins Powerplay und zur erneuten Führung brachte. Foster staubte ab – 2:1 (26.). Knapp fünf Minuten später konterte der IEC trotz Unterzahl – Bassen auf der Strafbank –, Blank scheiterte an Pielmeier, doch im Nachschuss traf Connolly zum 3:1 und brach den Widerstand der Panther.

Nach Wrucks Überzahltreffer ging Pielmeier entnervt vom Eis, schlug IEC-Betreuer Alan Jones aus Frust den Schläger in den Rücken. Nachwuchsmann Eisenhut musste gleich beim ersten Schuss von Teubert hinter sich greifen. Im Schlussabschnitt ging es den Roosters insbesondere darum, Zeit von der Uhr zu bringen. Nach den anstrengenden Dritteln des Wochenendes stellte Pasanen die Taktik um, verdonnerte seine Akteure, nicht mehr so aggressiv auf den Gegner zu gehen. Das Konzept ging auf, aber nur für 7:33 Minuten, dann landete die Scheibe nach einem Schuss von Ryan MacMurchy im Iserlohner Tor (48.). Das aber war die einzige kleine Nachlässigkeit, die sich die Sauerländer im Schlussdrittel leisteten. Der Rest war gute Defensivarbeit und ein verdienter Schlusspunkt von Brodie Dupont zum Endstand. - Von Mirko Heintz

Roosters: Lange – Sullivan, Liwing; Button, Lavallée; Jares, Teubert; Orendorz – York, Wruck, Dupont; Raeeke, Sylvester, Macek; Bassen, Connolly, Blank; Foster, Friedrich, Whitmore

ERC: Pielmeier – Schopper, Friesen; Picard, Köppchen; Brocklehurst, Kohl; Kronthaler – Buck, Taticek, MacMurchy; Hahn, Laliberte, Szwez; Ross, Hager, Brooks; Barta, Gawlik, Greilinger

Schiedsrichter:  Piechaczek (Landsberg), Rohatsch (Kempten)

Tore: 1:0 (01:16) Bassen (Connolly, Blank), 1:1 (20:32) Hager (Taticek, MacMurchy/5:4), 2:1 (25:54) Foster (Macek, Connolly/5:4), 3:1 (30:44) Connolly (Blank/4:5), 4:1 (32:40) Wruck (York, Dupont/5:4), 5:1 (32:44) Teubert (Raedeke), 5:2 (47:33) MacMurchy, 6:2 (55:47) Dupont (York, Wruck/5:4)

Strafen: Roosters: 10; ERC: 18

Zuschauer: 4. 967 (ausverkauft)

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