EISHOCKEY Nürnberg – Iserlohn Roosters

Aufmunterung statt Vorwürfen

+
Gegen München unterlagen die Roosters nach Verlängerung, am Dienstag treffen die Iserlohner auf Nürnberg.

Iserlohn - Jari Pasanen konnte seinen Ärger nicht ganz herunterschlucken. An diesem Wochenende waren sechs Zähler möglich, seine Mannschaft verschenkte drei davon aufgrund individueller Fehler. Es brauchte eine Nacht, bis sich auch der sonst so verständnisvolle Cheftrainer der Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) beruhigt hatte.

„Ich habe den Jungs keinen Vorwurf gemacht, ich habe ihnen erklärt, dass ich einen Fehler gemacht habe. Offensichtlich sind meine taktischen Botschaften, die zum Erfolg hätten führen können, nicht bei jedem angekommen“, so der Finne. Als Taktiker war Pasanen schon immer gewieft. Statt seine Jungs zu frustrieren, versucht er sie aufzumuntern. Ob dieses Kalkül Erfolg haben wird, kann sich schon heute Abend bei den Nürnberg Ice Tigers zeigen (19:30 Uhr, Arena Nürnberger Versicherungen).

In Franken wartet das letzte Match vor dem Fest auf die Sauerländer, die anschließend zwei freie Tage genießen dürfen, bevor es am Nachmittag des ersten Weihnachtsfeiertages wieder zum Training und zur Vorbereitung für das Krefeld-Match einen Tag später aufs Eis gehen wird. „Die ersten beiden Spiele gegen die Ice Tigers haben gezeigt, dass wir alles geben müssen, um gegen diese starke Mannschaft erfolgreich zu sein. Wir müssen uns besser konzentrieren, als wir das zuletzt getan haben“, betont Boris Blank. Der Schlüssel zum Erfolg ist dennoch einfach: Fehler vermeiden und die gegnerische Defensivabteilung in ihren Möglichkeiten beschneiden. „Es geht darum den Druck von der blauen Linie so weit wie nur möglich einzugrenzen, gleichzeitig müssen wir die Scheibe so oft wie möglich hinter ihre Verteidiger bringen“, ergänzt Pasanen.

Im Tor vertraut der Finne auf Chet Pickard, wird alle anderen Sturm- und Defensivformationen unverändert lassen. Mehr Eiszeit soll Youngster Dieter Orendorz bekommen, der schnellstmöglich wieder in seinen Rhythmus finden soll. „Ich finde, Dieter hat bei seinem Comeback schon wieder sehr ordentlich gespielt. Das wollen wir unbedingt ausbauen“, so sein Trainer. Das Iserlohner Eigengewächs geht da schon kritischer mit sich ins Gericht. „Ich hatte unglaubliche Probleme mit dem Tempo, erst zum Ende des Spiels war ich halbwegs da, wo ich sein wollte.“

Gegner Nürnberg kämpft weiterhin mit großen Verletzungssorgen. So fallen Ehliz (Sprunggelenk), Foster (Gehirnerschütterung) sowie die beiden Torhüter Jenike (Fußverletzung) und Reimer (Hüfte) aus. Dafür dürfen sich die Roosters auf ein Wiedersehen mit Tyler Beshkorowany freuen. Der letztjährige Topkeeper der DEL hatte sich überraschend aus Düsseldorf verabschiedet und einen Vertrag in der NHL unterschrieben. Dort allerdings kam er nur in der dritten Liga zum Einsatz und entschied sich nach der Jenike-Verletzung zur Rückkehr nach Deutschland.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare