Roosters plagen vor Mannheim-Spiel personelle Probleme

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Gegen die Adler Mannheim kämpfen die Iserlohn Roosters weiter um die möglichst beste Ausgangsposition für das Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga.

Iserlohn - Seit dem 5. Januar (5:3 bei der Düsseldorfer EG) haben die Iserlohn Roosters kein Auswärtsspiel mehr gewonnen, von daher wäre am Mittwoch ein Erfolg beim noch amtierenden Deutschen Meister Adler Mannheim (19.30 Uhr, SAP-Arena) auch im Hinblick auf das Heimrecht im Play-Off-Viertelfinale der DEL Gold wert.

Wenn IEC-Trainer Jari Pasanen eines nicht gebrauchen kann, dann ist es Unvorhergesehenes. Dazu zählen Viren oder Bakterien. Seit Sonntag quält Stürmer Chris Connolly eine heftige Erkältung, am Montag hat es auch Brodie Dupont erwischt. 

„Wir haben beide Jungs jetzt zum Arzt geschickt, der soll schauen, was genau vorliegt. Ich gehe aber davon aus, dass sie nicht mit nach Mannheim kommen werden“, sagt der Coach. 

Drei Spiele vor Ende der Hauptrunde will der Finne einerseits ungern auf zwei seiner derzeit besten Spieler verzichten. Andererseits aber hilft es ihm und den Iserlohner Ambitionen noch weniger, wenn sich noch andere Mannschaftsteile anstecken. Wie sehr Pasanens Mannschaft eine gewisse Trainingsintensität braucht, hat sich nach der letzten Pause gezeigt. Mit ein paar harten Einheiten war die Spritzigkeit wieder da, die Roosters damit dem Rest der DEL-Welt an Laufbereitschaft und Geschwindigkeit im Vorteil. 

Doch nicht nur die beiden Erkrankten machen vor dem Match bei den Adlern Mannheim Sorgen, sondern auch zwei andere. Die Augenprobleme von Denis Shevyrin haben sich immer noch nicht in den Griff bekommen lassen, gleichzeitig ist ein anderer Verteidiger, J.P. Côté, seit Sonntag angeschlagen und wird ebenfalls nicht im Kader stehen.

Rein rechnerisch haben die Mannheimer noch die Möglichkeit, nach den letzten guten Ergebnissen die direkte Qualifikation für das Viertelfinale möglich zu machen – vorausgesetzt, Düsseldorf und Wolfsburg würden die letzten drei Partien allesamt verlieren. Am vergangenen Wochenende sicherten sich die Mannheimer unter dem neuen Cheftrainer Craig Woodcroft zwei Siege gegen die DEG und in Hamburg. 

Die Bilanz der Iserlohner in dieser Saison ist denn auch alles andere als einwandfrei. Zwei Mal mussten sich die Sauerländer gegen die Badener nach Verlängerung, einmal nach Penaltyschießen geschlagen geben. Das Topteam ist die einzige Mannschaft, gegen die die Roosters in dieser Saison noch nicht gewonnen haben. „Das kann doch auch Antrieb sein“, grinst Dieter Orendorz. „Uns liegen die Adler, trotz der drei Niederlagen. Natürlich werden wir besonders gefordert sein, aber, wenn wir wirklich unser Potenzial abschöpfen, haben wir die Möglichkeit Zählbares mitzunehmen“, so Pasanen. 

Mit Jamie Tardiff und Marcel Goc fehlen den Adlern zwei Leistungsträger, Torhüter Dennis Endraß fällt wegen einer Unterkörperverletzung langfristig aus. Für ihn aber haben die Mannheimer mit dem Ex-NHL-Goalie Ray Emery hochkarätigen Ersatz verpflichtet.

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