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Weitere Hiobsbotschaften für die Roosters vor Düsseldorf

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Von: Mirko Heintz

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Marko Friedrich (Mitte) hatte nach dem Schwenningen-Spiel am Dienstag einmal mehr Schulterprobleme. © Jentzsch

Iserlohn - Spitzzüngig ließe sich behaupten: Die Iserlohn Roosters machen alles richtig, packen nach drei Jahren Playoff-Euphorie alles an Pleiten, Pech und Pannen in eine einzige Saison. In Sachen Personal bewahrheitet sich dies vor dem Auswärtsspiel bei der Düsseldorfer EG am Freitag (19.30 Uhr, ISS-Dome).

Der Kader, durch sportliche und disziplinarische Probleme ohnehin geschwächt, wird immer kleiner. „Langsam wird es tatsächlich eng“, sagt auch Torhüter Mathias Lange, der erneut zwei Hiobsbotschaften in der Kabine mit anhören musste: „Zwei weitere Spieler fallen wohl aus“, sagt Chefcoach Jari Pasanen. 

Christopher Fischer hat sich im Training nach einem Zweikampf mit Boris Blank auf dem Eis abgestützt, sich an der Schulter verletzt. „Wir haben bereits einen MRT-Termin, Christopher war im Krankenhaus, wir kennen aber noch keine Details“, so Pasanen. Ein großes neues Fragezeichen steht auch hinter Marko Friedrich. Der Youngster muss möglicherweise zeitnah operiert werden. Auch bei ihm gibt es Probleme mit der Schulter. 

Die Ursache findet sich im August, als er sich in einer Trainingseinheit einmal die Schulter ausgekugelt hatte. Um die Saison nicht zu verlieren, biss Friedrich auf die Zähne, ließ sich nicht operieren. Seitdem aber ist die Schulter immer mal wieder herausgesprungen, auch am Dienstag in Schwenningen. „Möglicherweise ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo wir nicht mehr abwarten können“, sagt Pasanen. 

Sollte es so sein, bleiben den Sauerländern für die Partie in Düsseldorf noch zwei Torhüter, fünf Verteidiger und drei komplette Sturmreihen übrig. Das gilt auch nur dann, wenn Dave Dziurzynski in den Kader zurückkehrt, was allerdings wahrscheinlich ist. „Er hat seit gestern wieder trainiert, klagt natürlich noch über Schmerzen, aber wird wohl in jedem Fall auflaufen“, sagt der Chefcoach. Bei allen anderen gibt es für dieses Wochenende keine Hoffnung. Jones (suspendiert), Halischuk (Vertrag aufgelöst), Pickard, Pikkarainen (beide krank) und Ross (Handverletzung, Saisonende) stehen nicht zur Verfügung. Gleiches gilt für Michel Périard, der am Donnerstag zum ersten Mal im Kraftraum wieder Rad gefahren ist. 

Damit ist die Ausgangssituation für das Westderby-Wochenende mit dem Match bei der DEG und am Sonntag (14 Uhr, Eissporthalle am Seilersee) gegen die Krefeld Pinguine denkbar schlecht. „Das kann man kurzfristig ertragen, bei fünf Spielen in etwas mehr als einer Woche aber wird es zur Herausforderung. Das hat man auch schon in Schwenningen gesehen“, sieht Pasanen Kraftprobleme. Denis Shevyrin erkennt es auch: Natürlich spielt Kraft eine Rolle, gerade wir jungen Spieler aber versuchen, wirklich alles zu geben.“ Auch mental wird die Situation damit zur Herausforderung. Und da könnte Düsseldorf im Vorteil sein, weil mit Rekordspieler Daniel Kreutzer nach mehrmonatiger Verletzungspause einer der erfahrensten Spieler zurückkehrt.

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