Roosters feiern auf Heimreise mit den Fans

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Auf dem Eis war noch die Robustheit der Iserlohn Roosters gefragt, auf der Heimreise aus Augsburg ging es dann im Fanzug lockerer zu.

ISERLOHN -  Colten Teubert konnte es kaum erwarten. Die Vorfreunde auf die Sonderzugnacht war ihm nach dem 4:1-Erfolg der Iserlohn Roosters in Augsburg anzusehen. „Jetzt machen wir Party“, sagte der Deutsch-Kanadier und wart „verschollen“.

Irgendwo im Wagen 12 soll sich seine Spur verloren haben. Gar nicht erst aufgenommen hat die Fährte Cheftrainer Jari Pasanen. Der war nach dem Erfolg überglücklich und entschied, statt mit dem Zug per Bus die Heimreise anzutreten. Nicht nur weil er noch einen Termin hartte, sondern auch weil er die verdiente Partyatmosphäre nicht stören wollte. „Manchmal ist es sinnig, als Trainer nicht auf alles ein Auge zu haben“, so der Finne.

So gab Mannschaftsleiter Charly Kirchhoff den Aufpasser, der Sorge tragen musste, dass nachts auch der komplette Kader den Weg aus dem Zug finden würde. „Zugchef“ Matthias Schlüter, der als Fanbeauftragter die Sonderfahrt organisiert hatte, zog ein positives Fazit: „Genau für Momente wie diese und 800 glückliche Fans tun wir uns diesen Stress an – das alles ist einfach nur wunderbar.“

Sportlich gilt das mindestens genauso. Obwohl die Sauerländer aus zwei Spielen „nur“ vier Punkte geholt haben, konnte die Mannschaft den Beweis antreten, dass die Erfolge vor der Pause nicht von Zufällen geprägt waren. Gegen Nürnberg und in Augsburg zeigten die Roosters hervorragende Leistungen.

Insbesondere Torhüter Mathias Lange schien sich noch einmal gesteigert zu haben. „Manchmal hat man halt das Glück, auch vermeintlich unhaltbare Scheiben abwehren zu können, dennoch sollte man all das nicht überbewerten. Die Saison ist noch lang und wir werden noch viel harte Arbeit vor uns haben“, so der österreichische Nationaltorhüter.

Mit Lob sparte auch Pasanen nicht, sowohl für seinen Goalie als auch für die gesamte Mannschaft. Er tat gut daran. Insbesondere die Disziplin, die Geduld des Teams und ihre defensivorientierte Spielweise beeindruckten. Doch auch Pasanen hatte das seine dazu beigetragen. Zwei Mal stellte er am vergangenen Wochenende die Sturmformationen neu zusammen, insbesondere am Sonntag überzeugten seine Spieler auf ganzer Linie. Vor allem die Kombination aus York, Macek und Raedeke dominierte die Bayern von der ersten Sekunde an. „Es ist wunderbar zu sehen, wie sehr die Drei harmonieren“, so Pasanen.

Im Spiel selbst wurde aber auch die Formation Foster, Petersen und Whitmore von Wechsel zu Wechsel stärker. All das hat Potential, insbesondere für die bald beginnenden harten Ligawochen im Dezember.

Bemerkenswert auch das Comeback von Richard Jares. Knapp sieben Wochen nach seinem Innenbandriss erlebte der tschechische Verteidiger seine Rückkehr und machte ein hervorragendes Spiel.

Derweil stehen dem Vernehmen nach Chefcoach Jari Pasanen und Co-Trainer Jamie Bartmann kurz vor einer Vertragsverlängerung am Seilersee. Unterzeichnet werden könnte auch bald eine erste Vertragsverlängerung mit einem Topspieler des aktuellen Kaders. - MiHei

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