Roosters benötigen vor Straubing Regeneration

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Für die Iserlohn Roosters (Szene aus dem Spiel gegen München) stand zuletzt im Training Regeneration im Mittelpunkt.

Iserlohn - Training. 29 Minuten, nicht mehr, nicht weniger. Jari Pasanen geht kein Risiko. Wenn der Cheftrainer der Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) von einem vor dem Heimspiel gegen die Straubing Tigers am Freitag (19.30 Uhr/Eissporthalle am Seilersee) genug hat, dann sind es verletzte oder erkrankte Spieler.

Sechs Nummern standen auf der Liste – und in Anbetracht der Belastung wird das Risiko nicht geringer. „Es liegt nicht an der Beanspruchung an sich, sondern der Aufmerksamkeit. Je müder man körperlich und mental ist, umso mehr lässt die Aufmerksamkeit nach, desto anfälliger wird man für Kleinigkeiten“, beschreibt Pasanen seine Sorge.

Seine Jungs haben zum ersten Mal zugegeben, müde zu sein. Aus der Sicht des finnischen Coaches ein wichtiges Zugeständnis, das er in seine Vorbereitung für das Heimspiel gegen Straubing eingebaut hat. „Wir setzen mehr auf Regeneration als auf Arbeit, trainieren auf dem Eis nur das Notwendigste.“ Neben den drei Langzeitverletzten Giuliano, bei dem immer noch kein Termin für eine Rückkehr feststeht, Danielsmeier und Whitmore (beide drei Wochen), werden an diesem Wochenende auch Dupont (verletzt/zwei Wochen) und möglicherweise der erkrankte Lavallée ausfallen.

Die Probleme von Dieter Orendorz haben sich dank guter Behandlung der medizinischen Abteilung lösen lassen. „Es ist alles in Ordnung. Die leichten Probleme am Knie haben wir komplett abgestellt, da ist auch gar nichts kaputt“, so der Nachwuchsverteidiger. Damit können die Roosters gegen die Niederbayern auf vier Sturmformationen und mindestens drei komplette Verteidigungsreihen zurückgreifen. „Wenn Kevin Lavallée aufläuft, dann werden wir Ryan Button erneut im Sturm einsetzen“, so Pasanen weiter. Dass der Deutsch-Kanadier diesen Job beherrscht, hat sich bereits am Dienstag in Ingolstadt gezeigt. Allerdings hat Button auch in der vergangenen Saison als Allrounder im Angriff ausgeholfen.

Die Straubinger werden eine echte Herausforderung sein. Vier der vergangenen fünf Spiele hat die Mannschaft unter dem neuen Trainer Larry Mitchell, der nach seinem Rausschmiss in Augsburg nach Straubing gewechselt ist, gewonnen, alle auf heimischem Eis. „Sie haben ihr System tatsächlich verändert, agieren jetzt ähnlich wie wir es tun, haben ihre Manndeckung aufgegeben“, erklärt Pasanen. Hinzu kommt, dass Mitchell am Pulverturm ein großes Vertrags-Casting für die kommende Saison ausgerufen hat.

Im IEC-Tor steht am Freitag Mathias Lange. Ob das auch am Sonntag in Wolfsburg (16.30 Uhr) beim direkten Konkurrenten um die Playoffs auch der Fall sein wird, ist noch nicht entschieden. „Mathias ist die klare Nummer eins, nur, wenn er müde ist, wird Daniar Dshunussow spielen“, sagt Pasanen. - Von Mirko Heintz

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