Dezimierte Roosters mit maximal drei Reihen gegen München

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Brooks Macek (links) und die Roosters sind gegen München und Köln eher in der Außenseiterrolle.

Iserlohn - Wenn Agenten mit Medienvertretern reden, um Wechsel ihrer Schützlinge anzukündigen, und damit geplante Transfers, die aus unterschiedlichen Gründen im Verborgenen ablaufen sollen, öffentlich machen, ist irgendwas komisch. Diesmal sind die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die Leidtragenden.

Ein Schweizer Eishockeyportal verkündete am Dienstag, vom Spielervermittler des kanadischen Mittelstürmers Zach Hamill erfahren zu haben, dass dessen Transfer zu den Sauerländern unmittelbar bevorstehe. Der 27 Jahre alte Center stand zuletzt als Verletzungsersatz, ausgestattet mit einem Monatsvertrag, beim Schweizer Nationalliga-A-Club Ambri Piotta unter Vertrag. Bislang allerdings ist der Transfer von den Roosters nicht offiziell bestätigt worden. Man könnte vermuten, dass nur die letzten vertraglichen Details geregelt werden müssen. Vielleicht aber ging es Hamills Agenten auch nur darum, andere, zahlungskräftigere Vereine darauf aufmerksam zu machen, dass der DEL-Dritte Interesse an seinem Schützling hat.

Warum die Sauerländer zum jetzigen Zeitpunkt auf dem Transfermarkt aktiv werden müssen, zeigt sich an der langen Liste der Verletzten, die an diesem Wochenende mit den Spielen gegen Red Bull München am Freitag (19.30 Uhr, Eissporthalle am Seilersee) und am Sonntag um 17.45 Uhr bei den Kölner Haien fehlen. Neben den Langzeitverletzten Kahle und Wruck werden auch Petersen (Knie), Orendorz (Hüfte) und Sylvester mit einer Oberkörperverletzung ausfallen. Das ist die Erklärung, warum die Blau-Weißen möglichst schnell auf dem Transfermarkt aktiv werden müssen und bestenfalls Hamill gern schon an diesem Wochenende im Sauerland gehabt hätten. „Natürlich hat die Verletztensituation mit unserer Transferaktivität zu tun, zweiter Grund ist allerdings auch, dass wir den Zeitpunkt zu dem wir aktiv werden, selbst bestimmen möchten“, erklärt Manager Karsten Mende. Sollten die Roosters Hamill oder einen anderen Stürmer unter Vertrag nehmen, dann wäre ihr Transferkontingent für ausländische Spieler komplett ausgeschöpft, man könnte auch im Fall einer Torhüterverletzung nicht mehr reagieren. „Man kann sich schlicht nicht gegen alle Gefahren versichern, das ist leider auch ein Teil der Wahrheit“, so der ehemalige Nationalspieler weiter.

Die Partie gegen München um Ex-Kapitän Michael Wolf wird zu einer besonderen Herausforderung, denn der IEC kann mit maximal drei Reihen in die anstehenden Aufgaben gehen. „Das macht uns nicht unbedingt zum Favoriten“, sagt Trainer Jari Pasanen. Das erste Match dieser Saison ging mit einem Tor Unterschied aus, München gewann daheim mit 3:2.

Wie die „Bullen“ werden auch die Kölner Haie am Sonntag nahezu komplett sein. Nur Thorsten Ankert fehlt den Domstädtern nach einem Milzriss.

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