Heimspiel gegen Augsburg

Roosters verordnen sich größere Systemtreue

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Die Roosters um Goalie Mathias Lange wollen gegen Augsburg wieder mehr Systemtreue zeigen.

Iserlohn - In Sachen Videoschnitt ist Jari Pasanen, Trainer der Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL), inzwischen ein Meister seines Fachs. Ob zur Motivation oder um Fehler aufzuzeigen, die Videosequenzen des Finnen bringen genau das auf den Punkt, was er seinen Spielern verdeutlichen möchte.

Ob das immer auch zum erhofften Ergebnis führt, wird sich schon am Freitag zeigen – wenn die Roosters ab 19.30 Uhr gegen die Augsburger Panther am Seilersee aufs Eis gehen.

Pasanen erwartet in dieser Partie von seinen Akteuren mehr Systemtreue. „Ich habe den Jungs, die bemerkt haben, wie sauer ich nach dem Ingolstadt-Spiel war, gesagt, dass ich Ihnen die Momente, die mich geärgert haben, zeigen werde. Die Reaktion im Training war positiv, jetzt kommt es auf die Reaktion im Spiel an.“

Ein Erfolgserlebnis gegen die Bayern dürfte kein einfaches Unterfangen sein, denn wenn man schon bei den Roosters von einem hervorragenden Saisonstart sprechen kann, dann gilt das für den Tabellendritten aus Bayern erst recht. Trotz der frühen Verletzung von Ryan Bayda erhielten sie den Positivtrend aufrecht, gewannen alle fünf Heimspiele nahmen und sogar zwei neue Leute unter Vertrag.

Topstar der Fuggerstädter ist Torhüter Chris Mason. Der wurde zwar bei der unglücklichen Niederlage am vergangenen Sonntag in München ausgetauscht, spielt aber eine hervorragende Saison. Fehlen wird bei den Panthern einzig Verteidiger Patrick Seifert, der sich eine Gehirnerschütterung zugezogen hat.

Die Roosters dagegen quälen schon ein wenig mehr Personalsorgen. So wird Mannschaftskapitän Mike York definitiv am Wochenende fehlen. Zwar hat er am Donnerstag ein paar Meter auf dem Eis gemacht, da er allerdings noch Entzündungsherde im Körper hat, ist an einen Einsatz nicht zu denken.

Stattdessen wird erneut Chris Connolly zwischen Petersen und wahrscheinlich Dylan Wruck auflaufen. Aufgrund einer Magen-Darm-Grippe sind weitere Spieler angeschlagen, darunter auch Back-Up Thomas Ower, der nicht trainieren konnte. Sollte er abends fehlen, wird Youngster Michel Weidekamp wohl auf der Bank Platz nehmen und zur Not die Rolle von Mathias Lange übernehmen.

Lange hat in der Woche den Freiraum, auch einmal einen Tag auf das Eistraining zu verzichten, nur zu stretchen oder sich behandeln zu lassen, um zu regenerieren. Dennoch, da ist sich auch Pasanen sicher, wird man irgendwann auf der Torhüterposition agieren müssen.

Entweder verpflichtet man einen ausländischen Goalie oder erwartet die Rückkehr von Daniar Dshunussow, der nach abgeschlossener Bandscheiben-OP und Reha wieder mit dem Krafttraining begonnen hat. Wann er zurückkehren wird, ist allerdings offen. Am Sonntag gastieren die Sauerländer dann beim EHC Wolfsburg (16.30 Uhr). - Von Mirko Heintz

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