Spiel eins nach Doug Mason

Wichtiger Punktgewinn gegen die Eisbären

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Thomas Gödtel sorgte nach 126 Sekunden für die 1:0-Führung und neues Selbstbewusstsein. Am Ende mussten sich die Roosters am Freitag gegen die Eisbären Berlin trotzdem mit 4:5 Treffern nach Verlängerung geschlagen geben.

ISERLOHN - Im ersten Spiel nach Doug Mason holten die Iserlohn Roosters am Freitagabend gegen die Eisbären Berlin zumindest einen Punkt, unterlagen sie mit 4:5 nach Verlängerung. Kampf- und einsatzfreudig arbeiteten sie sich in ein Match, das sie vielleicht auch für sich hätten entscheiden müssen. Die Sauerländer vergaben aber zu viele Chancen.

Vier komplette Formationen! Jari Pasanen, der neue Chef an der Bande der Iserlohn Roosters, konnte in Bestbesetzung ins Match gehen. Im Tor gab er Erik Ersberg zunächst den Vorzug vor Mathias Lange. Unterstützt von den Fans starteten die Roosters mit unglaublichem Tempo und verschafften sich nach nur 126 Sekunden notwendiges Selbstvertrauen. Gödtel traf zum frühen 1:0.

Die Gäste brauchten lange, um ins Match zu kommen. Als Lalonde aber in Minute zwölf zu viel Platz besaß, hieß es 1:1. Anders als zuletzt brachen die Roosters allerdings nicht ein, hielten weiter dagegen und wurden mit Brennans 2:1 (18.) belohnt. Zur Drittelführung langte es trotzdem nicht, weil Berlin 68 Sekunden vor der Sirene in Überzahl durch Talbot der erneute Ausgleich gelang.

Dass es dann nach 40 Minuten 3:3 stand, dafür mussten sich die Eisbären bei ihrem Keeper Rob Zepp bedanken. Er hielt in der Schlussphase des Mittelabschnitts mit unglaublichen Paraden seinen Kasten gegen die immer stärker werdenden Sauerländer sauber, die sich eine Führung mit ein oder sogar zwei Treffern verdient gehabt hätten. Dass es anders kam, hatte mit Berlins frühem 3:2 (22.) zu tun, an dem Mathias Lange, der zu Beginn des Drittels gegen Ersberg getauscht wurde, nicht schuldlos war. Sieben Minuten später wurde das zweite Drittel zum Sturmlauf der Roosters, doch nur Giuliano traf in Überzahl (30.).

Das schien sich zu rächen, als Rankel nach knapp zwei Minuten im Schlussabschnitt einen Defensivfehler der Sauerländer mit einem schnellen Konter zum 3:4 bestrafte. Weil Michael Wolf nur 41 Sekunden später zum 4:4 einnetzte, war das Match wieder offen. Das blieb es, weil die Roosters erst viele weitere Chancen ungenutzt ließen, und dann die letzten zwei Minuten in Unterzahl überstanden. Brennan hatte sich ein Stockschlagen geleistet. 43 Sekunden vor Ende der Verlängerung zementierte Braxmann dann aber die Iserlohner 4:5-Niederlage. Zudem verließ Mathias Lange verletzt das Eis. Ob er Sonntag in Ingolstadt (Saturn-Arena/16.30 Uhr) dabei sein kann, scheint fraglich.

Roosters: Ersberg, Lange (ab 20:01) – Raymond, Teubert; Jares, Brennan, Danielsmeier, Gödtel; Orendorz – York, Raedeke, Wolf; Sertich, Mulock, Macek; Foster, Giuliano, Frosch; Fischhaber, Hommel, Kopitz

Eisbären: Zepp – Baxmann, Sharrow; Hördler, Lalonde; Borer, Trevellato – Weiß, Christensen, Laurin Braun; Olver, Tallackson, Busch; Talbot, Rankel, TJ Mulock; Supis, Sparre, Schlenker

Schiedsrichter: Aumüller (Planegg), Vogl (München)

Tore: 1:0 (2:06) Gödtel (Frosch, Foster), 1:1 (11:19) Lalonde (Hördler, Tallackson), 2:1 (17:30) Brennan (Giuliano, Foster), 2:2 (18:52) Talbot (Rankel, TJ Mulock/5:4), 2:3 (21:21) Tallackson (Olver), 3:3 (29:53) Giuliano (5:4), 3:4 (41:52) Rankel (TJ Mulock), 4:4 (42:33) Wolf (Raedeke, York), 4:5 (64:17) Baxmann (4:4)

Strafminuten: Roosters 8; Eisbären 8 – Zuschauer: 4225

von Mirko Heintz

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