Überzahl und Penaltys als Kritikpunkte beim IEC

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Goalie Mathias Lange, J.-P. Côté und Co. verteidigten das Roosters-Gehäuse auch gegen Mannheim lange stark.

Iserlohn -  Nur drei Punkte aus zwei Spielen könnten als Fazit eines Wochenendes den Eindruck vermitteln, dass die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. „Drei Punkte gegen Hamburg und Mannheim, an einem solch herausfordernden Wochenende machen mich persönlich sehr zufrieden“, sagte Cheftrainer Jari Pasanen und konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen.

Es waren erst ein paar Minuten vergangen, seit sein Team dem amtierenden Meister und Tabellenführer bei der knappen 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen einen Punkt abgetrotzt und damit nicht nur Platz zwei in der Tabelle verteidigt hatte, sondern wieder einen Punkt Vorsprung vor den Nürnberg Ice Tigers hat.

„Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Sie hat den Schmerz verdrängt, sie hat die Müdigkeit verdrängt, sie hat alles gegeben, um zu punkten“, so Pasanen weiter. Diese Aussage, eigentlich nur bezogen auf das Sonntagsspiel gegen die Adler, könnte man auch auf das gesamte vergangene Wochenende beziehen. Denn auch in Hamburg, dort wo die Blau-Weißen in den vergangenen Jahren oft nicht so gut ausgesehen haben, waren genau das die Charaktereigenschaften, die das Team vom Seilersee ausgezeichnet haben.

Kritikpunkte bleiben das Überzahlspiel und das Penal9tyschießen. Obwohl die Roosters am Sonntagabend zwei Powerplaytore gegen Mannheim erzielten, darf sich die Effizienzquote steigern. Überraschend fehlt den Iserlohnern in den bisherigen Penaltyschießen dieser Saison die Leichtigkeit. Gegen Hamburg traf nur Louie Caporusso, am Sonntag scheiterten alle drei Schützen der Blau-Weißen.

Insgesamt ist die Entwicklung der Mannschaft in den letzten zwei Jahren und einem Monat seit Amtsantritt von Jari Pasanen außerordentlich bemerkenswert. Seit der Finne sein Amt übernommen hat, sind die Waldtstädter zu einer echten Topmannschaft gereift. „Es hat mit den hervorragenden Entscheidungen von Karsten Mende zu tun, mit dem Charakter der Mannschaft und mit der Bereitschaft sich voll und ganz auf das System einzulassen, das wir der Mannschaft mitgeben. Und dass auch die Nordamerikaner, die es so meistens nie gespielt haben, akzeptieren“, erklärt der Coach.

Mannschaftskapitän Mike York ergänzt: „Wir haben das Selbstvertrauen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Zudem hat sich diese Mannschaft entwickelt, sie ist gewachsen und wir alle vertrauen auf das Konzept.“

Nach Ablauf seiner Strafe kehrt am kommenden Wochenende Brad Ross ins Team der Sauerländer zurück. Ob das auch für den angeschlagenen Nick Petersen gilt, ist offen. Der hatte sich nach einem Check im ersten Drittel das Knie verdreht und kam nicht zurück aufs Eis. „Wir müssen abwarten, wie es sich entwickelt, notfalls schnell weitere Untersuchungen veranlassen“, betonte Mannschaftsarzt Jochen Veit. Ein Wochenende Pause scheint wahrscheinlich.

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