System der Iserlohn Roosters greift wieder

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Die Mannschaft von Roosters-Trainer Jari Pasanen zog dem Spitzenteam aus München mit taktisch klugem Spiel den Zahn.

Iserlohn -  Fünf Punkte aus zwei Spielen, damit Platz sechs in der Tabelle, Tuchfühlung zu den besten Mannschaften der Deutschen Eishockey Liga (DEL). So weit, so einfach die Zusammenfassung eines Wochenendes, dass die Fans, weniger aber die Iserlohn Roosters selbst überrascht haben dürfte.

„Ich glaube, dass wir in München punkten können“, hatte Cheftrainer Pasanen schon am Donnerstag orakelt – trotz Ausfallmöglichkeit von York, Teubert und Giuliano. Er hatte recht. Das defensive Konzept, mit dem er und seine letztjährige Mannschaft so erfolgreich waren, zeigt wieder den erwünschten Nebeneffekt: Es kann einen Gegner, auch einen prominenten, frustrieren.

Genau das ist den Redbulls aus München passiert. Die stoische Spielweise der Roosters, die nicht genutzten Torchancen haben sie zur Verzweiflung getrieben. Irgendwann legte das Spitzenteam Verbissenheit an den Tag. Geholfen hat, dass sich das Team vom Seilersee taktisch klug an die Vorgaben gehalten hat und einen hervorragenden Torhüter hatte.

Am Ende aber gewann der IEC auch ein Psychospiel, das in Mannheim fast ebenso hätte aufgehen können, eine Woche zuvor aber hat sich der Gegner einfach nicht so frustrieren lassen. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Dieses Spiel hat ohne Zweifel geholfen, uns wieder ein wenig mehr auf uns vertrauen zu lassen, auf unsere Konzeption“, so Pasanen weiter.

Bemerkenswert war auch die Geschwindigkeit, mit der die Roosters bereit waren, sich wieder zu fokussieren. Das München-Spiel war nur Minuten vorbei, als Collin Danielsmeier betonte: „Dieser Sieg ist nichts wert, wenn wir nicht am Sonntag gegen Düsseldorf gewinnen.“ Diese Entschlossenheit fand sich schon in den Auftaktminuten des DEG-Matches wieder.

Von der ersten Sekunde an dominierten die Roosters ihren Gegner, erzwangen Strafen, ließen hinten nichts anbrennen. „Wir haben dieses Match verdient gewonnen, auch wenn wir uns im letzten Drittel einfach zu weit zurückgezogen haben“, so Pasanen. Erneut beeindruckten vor allem Nick Petersen und Derek Whitmore mit jeweils zwei Treffern, die die Grundlage für den Erfolg legten.

Pechvogel des Wochenendes war Kevin Lavallée. Der Verteidiger, neu von den Hamburg Freezers gekommen, wurde am Sonntag aus dem Kader gestrichen. „Wir haben uns für Collin Danielsmeier im Team entschieden, weil er auch Unterzahl spielen kann und wir ihn auch als Stürmer einsetzen können. Damit sind unsere Optionen größer“, erklärt Pasanen. Überrascht war der Finne über die Rückkehr von Mike York. „Er ist im Training am Sonntagvormittag zu mir gekommen und sagte, dass es gehen könnte. Dann hat er es ausprobiert und es ist gelungen.“ - Von Mirko Heintz

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