Jaspers führt Roosters zum Sieg im Penaltyschießen

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Nach einem torlosen ersten Drittel ging es am Seilersee richtig rund: Mit einem Treffer 76 Sekunden vor der Schlusssirene zwangen die Iserlohn Roosters (in orange) Ingolstadt in die Verlängerung und schließlich ins Penaltyschießen.

Iserlohn - Am Ende wurde die Aufholjagd belohnt: Nach einem 0:3-Rückstand verdienten sich die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gestern Abend gegen den ERC Ingolstadt einen 4:3 (0:0, 1:3, 2:0, 0:0)-Erfolg nach Penaltyschießen.

Das Auftaktdrittel hatte für die Gastgeber Pozential. Allerdings fehlte es am Feintuning vor dem Tor von Ingolstadts Goalie Timo Pielmeier. Einmal war Ingolstadts Keeper Zentimeter vor Blank im Torraum an der Scheibe (5.), in der elften Minute verpasste Petersen in Überzahl bei einer Reboundgelegenheit. Auch anschließend hatten die Blau-Weißen weitere Möglichkeiten, die Scheibe im Kasten unterzubringen, scheiterten aber immer wieder an Pielmeier.

Auf der anderen Seite erlebte IEC-Torwart Chet Pickard ein Drittel ohne die ganz großen Chancen gegen sich. Der Neuzugang rettete einmal gegen Taticek, entschärfte einen Schuss Powerplay des ERC. Insgesamt waren die Roosters die druckvollere Mannschaft.

Die mangelnde Konsequenz vor des Gegners Tor sollte sich im Mitteldrittel rächen. Schon nach 104 Sekunden brachten die Gäste die Scheibe über die Linie. Halbhoch von Irmen geschossen, stoppte Pickard zwar die Scheibe mit der Fanghand, die Unparteiischen aber entschieden per Videobeweis, dass die Scheibe die Linie bereits überquert hatte.

Die Gegentore zwei und drei fielen bei viel Verkehr vor dem Kasten von Pickard im Powerplay für die Ingolstädter. Kubalik traf im Doppelpack gegen die Sauerländer (31./35.), die noch immer die besseren Torgelegenheiten hatten, ihre Chancen aber nicht in Treffer ummünzen konnten. Petersen, York und Wruck hatten beste Gelegenheiten, aber erst ein „dreckiges“ Tor von Jaspers , das die Schiedsrichter ebenfalls per Videobeweis anerkannten, brachte die Gastgeber zurück ins Match.

Im Schlussabschnitt wurde es dann richtig heiß am Seilersee. Jaspers brachte die Sauerländer mit seinem zweiten Treffer des Abends im Powerplay nach Petersen-Zuspiel auf 2:3 heran (45.), ehe Chris Connolly mit seinem Treffer zum 3:3 76 Sekunden vor der Schlusssirene die Halle zum Kochen und sein Team ind die Verlängerung brachte (59.).

Da auch die keinen Sieger brachte, musste das Penaltyschießen herhalten. Dort avanvierte Jaspers endgültig zum Matchwinner – mit dem einzig verwandelten Schuss.

Roosters: Pickard – Button, Teubert; Côté, Lavallée; Périard, Raymond; Orendorz – Jaspers, Caporusso, Macek; Sylvester, Blank, Connolly; York, Wruck, Petersen; Friedrich, Ross, Kahle.

ERC: Timo Pielmeier – Köppchen, Schopper; Kohl, McNeill; Friesen, Wagner; Kronthaler – Alexander Barta, Davidek, Kubalik; Taticek, Laliberte, Greilinger; Ross, Elsner, Irmen; Björn Barta, Schmidtpeter, Thomas Pielmeier.

Schiedsrichter: Schuckies (Herne), Schütz (Bad Aibling)

Tore: 0:1 (21:38) Irmen (McNeill, Elsner), 0:2 (30:45) Kubalik (McNeill, Laliberte/5:4), 0:3 (34:30) Kubalik (Greilinger/5:4), 1:3 (37:47) Jaspers (Caporusso), 2:3 (44:31) Jaspers (Petersen/5:4), 3:3 (58:44) Connolly (Blank, Button)

PS: Irmen (an TW), Jaspers (1:0), Ross (an TW), Petersen (an TW), Laliberte (an TW)

Strafen: Roosters: 12 + 10 (Ross); ERC: 14 + 10 (Wagner)

Zuschauer: 4 012

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