Iserlohn Roosters reisen am Dienstag nach Nürnberg

Caporusso: "Wir haben keinen Druck, wir haben einfach nur ganz viel Spaß!"

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Gegen Köln am Freitag und München am Sonntag zeigten die Iserlohn Roosters Topleistungen. Eine solche benötigt der IEC auch am Dienstag, um die Bilanz gegen Nürnberg aufzupolieren.

Iserlohn - „Vielen Dank für die sensationelle Unterstützung“, stand auf dem Banner. Gerade ausgerollt, war der Applaus von den Rängen am Seilersee ohrenbetäubend. Es schien, als hätten Mannschaft und Fans der Iserlohn Roosters nach dem Heimsieg gegen München am Sonntag Frieden geschlossen.

„Dieses Banner hat allen hier aus dem Herzen gesprochen. Wer in einer solchen Saison so wenig Pfiffe und so viel Unterstützung erfährt, der kann sehr zufrieden sein“, sagt Chef-Tänzer Jari Pasanen. 

Der Coach musste am Sonntag, nach dem 5:2-Erfolg gegen den amtierenden Meister EHC Red Bull München mit Stadionsprecher Woody ein Tänzchen wagen. „Ich schäme mich ein bisschen für die Leistung, aber mehr geht nicht mehr in meinem Alter“, sagte Pasanen.

Dieser wahrscheinliche Abschied der Roosters-Familie von ihrem diesjährigen Team wäre vor Wochen noch undenkbar gewesen: „Natürlich sind Dinge schief gelaufen, aber wir haben gesehen, dass die Mannschaft am Ende bereit war, alles für den Verein und für uns Fans zu geben. Wichtig ist, dass man aus den Fehlern lernt“, sagte Fan Stefan nach dem Sonntagsmatch auf dem Weg aus der Halle. 

So wie er denkt auch Wolfgang Brück. Als der Klubchef und sein Manager die bekannten Suspendierungen aussprachen, wandelte sich alles zum Besseren. Und die öffentliche Aufarbeitung wird folgen. „Intern bin ich persönlich damit schon durch. Und ich kann sagen, dass mich die Ergebnisse sehr beruhigen. Anders als vor ein paar Jahren, als alles schwer greifbar war, haben wir jetzt die Entwicklungen und Fehler klar ausgemacht und können vieles davon auch öffentlich ansprechen“, sagt Brück. Er verweist auf eine Pressekonferenz nach Ende der Saison.

Trotz des Erfolgs gegen München und des Punktgewinns gegen Köln hat die Mannschaft noch immer sechs Punkte Rückstand auf einen Playoff-Platz, ist die Endrunde bei nur noch drei ausstehenden Spielen aus eigener Kraft nicht mehr zu erreichen. „Wir wollen weiter gut spielen und dann schauen wir, ob wir am Ende noch mitmischen oder eben nicht“, sagt Pasanen. 

Viel mehr konzentrieren sich die Sauerländer auf die nächste Hürde. Die heißt am Dienstag um 19.30 Uhr Thomas Sabo Ice Tigers. Nach zehn Niederlagen in Franken in Folge, nur zwei Mal nahmen die Roosters Punkte mit, wollen die Sauerländer wieder gewinnen. „Ich sage, warum nicht. Wir haben keinen Druck, wir haben einfach nur ganz viel Spaß und würden uns freuen, wenn wir weiter Punkte sammeln können. Vielleicht gelingt das in genau dieser Konstellation auch in Nürnberg“, betont Stürmer Louie Caporusso. 

Personell wird es auch am Dienstag in Nürnberg, bei einem der heimstärksten Teams der Liga, keine Umstellungen geben. Bettahar und Pikkarainen reisen lediglich als Ersatz mit, sollte sich einer derer verletzten, die als Rumpftruppe zuletzt von Topleistung zu Topleistung eilen.

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