Roosters zeigen Stärke – wenn’s drauf ankommt

Riesenfreude bei den Iserlohn Roosters nach dem 9:1-Kantersieg über die Krefelder Pinguine in der Eissporthalle am Seilersee. Foto: Jentzsch

Iserlohn - Der Rückblick in die Historie der Eissporthalle am Seilersee zeigt: Die „ Puckhöhle“ war nicht immer ein Ort des Glücks für die Iserlohner Teams: Ob ECD, IEC oder Roosters – große Spiele zu gewinnen, war nicht immer einfach.

Von Mirko Heintz

In dieser Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) scheint sich dieses Bild zu wandeln, nicht nur daheim, sondern auch auswärts. Blau-Weiß kann doch bedeutende Matches gewinnen. Beispiel Krefeld – daheim und sogar auswärts. Die beiden letzten Aufeinandertreffen waren aufgrund der engen Tabelle von besonderer Brisanz und wurden gewonnen. „Das ist tatsächlich eine Entwicklung, die mir auffällt. Wenn es darauf ankommt, haben unsere Jungs in dieser Saison noch nie verloren. Hoffen wir, dass es so bleibt“, betont Manager Mende. Die Feststellung des Ex- Nationalspielers ist richtig. Mit Druck scheint das Team besonders gut umgehen zu können.

Danielsmeier-Tor mit angebrochenem Finger

Rückblende: Dienstagabend am Seilersee. Drei Punkte holen gegen Krefeld beschert den Roosters elf Punkte Vorsprung auf den ersten Nicht-Play-off-Rang, nichts zu holen, zieht sie ins Schlamassel. Spätestens nach 12:38 Minuten war das Match entschieden, hatten die Sauerländer dank vier genialer Tore den Pinguinen den Willen geraubt. „Natürlich hatten wir Glück, so schnell unsere Tore zu machen. Trotzdem hat die Mannschaft hart gekämpft, dem Gegner keinen Raum gegönnt und viele Chancen gnadenlos genutzt. Das muss man auch erstmal machen“, betont Schlagschuss-Torschütze Collin Danielsmeier. Dass der Rekordspieler einen der schlechtesten Schlagschüsse in der Mannschaft hat und ausgerechnet – in Anbetracht eines angebrochenen Fingers – aus vollem Lauf den Puck versenkt, ist Beispiel für den Wahnsinn dieses Abends, der den Roosters mit 9:1 den höchsten Erfolg ihrer DEL-Geschichte eintrug. Einzig Leidtragender ist Torhüter Mathias Lange, der einmal mehr ein Überzahlgegentor bekam und dem damit ein Shutout verwehrt bleibt. „Damit kann ich leben. Womit ich nicht leben kann, ist dass es bereits der zehnte Treffer war, der auf diese Weise gefallen ist. Das darf uns nach der Pause kein einziges Mal mehr passieren!“ Noch insgesamt neun Partien müssen die Sauerländer bis zum Ende der Hauptrunde noch bestreiten und dürften dann in den Play-offs dabei sein – bis auf Giuliano dann wohl auch in Bestbesetzung.

Cody Sylvester erweist sich als Glücksgriff

Mit Neuzugang Cody Sylvester könnten die Roosters dann schnell zu alter Leistungsstärke finden, denn der kleine Kanadier entpuppte sich im ersten Match als Glücksgriff, ganz unabhängig von Tor und Vorlage. „Er hat sehr solide gespielt, kam gut mit dem System klar und wird trotzdem noch ein paar Tage brauchen, bis er wirklich am Seilersee angekommen ist“, sagt Pasanen. Bodenhaftung XXL.

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