Roosters verpflichten Rome und Fischer

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Freut sich auf Rome und Fischer: IEC-Manager Karsten Mende.

Iserlohn - Nach der Saison ist vor der Saison. Am Karsamstag ging die Saison für die Iserlohn Roosters in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zuende, schon am Montag stellten Manager Karsten Mende und Chefcoach Jari Pasanen die ersten Planungen für die neue Spielzeit vor – noch überraschungsfrei.

Mit dem Mannheimer Christopher Fischer und Ashton Rome von den Schwenninger Wild Wings sind den Sauerländern zwei echte DEL-Topspieler ins Netz gegangen. „Wir sind sehr froh, beide an den Club binden zu können. Sie werden uns in unserer Entwicklung sicherlich helfen“, sagt Mende. 

Rome ist mit 1,86 Meter nicht nur ein großer Stürmer, der hart arbeitet und gleichzeitig scoren kann, er ist vor allem auch der Mann, der charakterlich vollkommen in das Anforderungsprofil der Sauerländer passt. „Er ist Familienvater, seine Frau erwartet gerade das zweite Kind. Neben seinen sportlichen Möglichkeiten wird er auch hervorragend in die Kabine passen“, ergänzt Pasanen. 

An Rome waren die Sauerländer schon einmal dran, hatten aber nicht die Etat-Möglichkeiten, um ihn zu verpflichten. Diesmal war man nun sehr früh mit einem neuen Angebot. Der 30 Jahre alte Kanadier ist aufgrund seiner Größe, seiner Kampfkraft und seines Körperspiels, gepaart mit seiner Torgefährlichkeit, ein Mann für die erste Reihe, der zunächst allerdings nur für ein Jahr unterschrieben hat. 

Das ist bei Fischer schon jetzt ganz anders. Für den 28-jährigen gebürtigen Heidelberger sind die Roosters auch langfristig die neue Heimat. Bis 2019 hat er sich an die Sauerländer gebunden, auch deshalb, weil seine Frau aus der Waldstadt kommt. In den letzten drei Spielzeiten stand er bei den Adlern aus Mannheim unter Vertrag, wurde unter Geoff Ward Deutscher Meister, schaffte es aber bei den Badenern nie, an die Leistungen anzuknüpfen, die seine Karriere so besonders gemacht haben. 

Von der U17 an gehörte Fischer immer zum WM-Team, avancierte bei den Grizzly Adams Wolfsburg zu den besten Verteidigern der Republik. Dann 2011/12 eine schwere Verletzung, nach der er nie wieder in Tritt kam. „Ihm fehlt einfach das Selbstvertrauen. Wir werden alles tun, um ihm zu helfen, wieder in die Nationalmannschaft zurückzukommen“, betont Mende. 

Zum weiteren Stand der Personalplanungen mauerte die sportliche Leitung. Jaspers, Raymond und Blank stehen noch auf der Wunschliste. Bis in die kommende Woche sollen erste Entscheidungen her. Der Rückblick nahm noch einen größeren Anteil im Rahmen des Pressegespräches ein, allerdings mit wenig neuen Erkenntnissen. 

„Wir haben eine wirklich tolle Saison mit einem bitteren Ende gespielt“, betonte Pasanen. Grund dafür seien vor allem die Fehler gewesen, die sich seine Mannschaft aufgrund der höheren Intensität im Playoff-Spiel geleistet habe. 

Keinen Hehl machten Trainer und Manger daraus, wie schwer es gewesen sei, Mike York mitzuteilen, dass seine Zeit am Seilersee abgelaufen wäre. „Es ist nie schön, aber bei einem solch verdienten Spieler ist es doppelt schwer. Der Umbruch aber ist notwendig geworden, um nicht zu riskieren, dass die Leistungskurve nach unten geht. Wir werden Mike nicht mit einem Spieler ersetzen können, das ist auch gar nicht der Plan, es geht absolut um das Kollektiv“, so Pasanen. 

Schwer gemacht haben sich die Verantwortlichen ihre Entscheidungen auch bei Sylvester und Dupont. Während Youngster Sylvester eine gute Entwicklung gezeigt habe, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimme, habe man sich trotzdem entschieden, auf der Position eine Verstärkung zu verpflichten. Dupont habe gut gespielt, auch da aber will man mehr.

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