Roosters zum Spitzenspiel nach Düsseldorf

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Die Bodenhaftung verloren die Iserlohn Roosters um Cody Silvester am Sonntag gegen Hamburg nur vorübergehend. Nächste Station für die Sauerländer ist das schwere Auswärtsspiel bei Tabellenführer Düsseldorf.

Iserlohn - „Manchmal kann ein Schuss vor den Bug erstaunliche Reflexe auslösen.“ Diese Weisheit ist alt, über zwei Wochen. Damals stand Cheftrainer Jari Pasanen von den Iserlohn Roosters in Nürnberg. Sein Team hatte in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gerade das Match gegen die Ice Tigers mit 3:9-Toren verloren, der Finne war ärgerlich, hatte aber Hoffnung. Die erfüllte sich – und soll die Iserlohner auch durch die Partie in Düsseldorf am Dienstagabend (19.30 Uhr) tragen.

Seit der Klatsche in Franken haben die Roosters vier DEL-Partien absolviert, zehn von zwölf möglichen Punkten eingefahren und damit Tabellenplatz drei behauptet. „Ja, es ist manchmal so, dass solche Spiele passierten, aber wir sind zurückgekommen, waren fokussierter als vorher und haben daraus gelernt“, sagt Kapitän Mike York.

Die Lehre von Nürnberg bekamen vor allem Berlin und Hamburg zu spüren, während Straubing nicht das Match war, das Pasanen gern gesehen hätte. In beiden Partien entwickelte die Mannschaft die Stärken, die bei den großen Siegen dieser Saison auf dem Eis dabei waren: defensive Klasse und mannschaftliche Geschlossenheit. Kombiniert mit großem Kampf und einer herausragenden Effizienz ist alles möglich.

„Wir waren gegen Hamburg die bessere Mannschaft. Wichtig ist auch, dass unser Powerplay funktioniert hat und wir uns auch in diesem Punkt zuletzt ein wenig steigern konnten“, meint Manager Karsten Mende im Rückblick auf den 6:3-Sieg gegen die Hanseaten am Sonntag. Ein besonderes Lob hatte er für Boris Blank parat, der gegen die Freezers für über 800 Spiele in der DEL ausgezeichnet worden ist. „Boris ist trotz seines Alters noch immer ein hervorragender Spieler“, so Mende.

Gerade auch Blanks Einsatz in den vergangenen Wochen ist der Aufwärtstrend der Roosters zu verdanken. Ob er heute Abend beim Spitzenspiel in Düsseldorf wieder mit York und Petersen aufs Eis geht oder doch mit Marko Friedrich, ist offen. Zwar hat der junge Stürmer seine Nackenprobleme im Griff, noch fehlt aber das grüne Licht der Ärzte für einen Einsatz. „Wir werden das sehr kurzfristig entscheiden“, so Mannschaftsarzt Jochen Veit.

Derzeit scheint nicht auszuschließen, dass das Lazarett sich um einen Akteur verkleinert. Bei einem anderen sind die Hoffnungen ebenfalls groß, dass er bald zurückkehrt: Chris Connolly. Nach seiner Knieverletzung hat er individuell schon gearbeitet, seit Montag steht er mit einer Spezialschiene auf dem Eis. „Ich denke, es kann noch ein bis zwei Wochen dauern, aber das Knie fühlt sich deutlich stabiler an. Ein paar Tage Training brauche ich aber noch vor meiner Rückkehr“, so der junge Vater, dessen Ehefrau am Wochenende ein gesundes Mädchen auf die Welt gebracht hat.

„Düsseldorf hat mit der Verpflichtung von zwei neuen Stürmern nicht nur mehr Tiefe, sondern auch mehr Klasse hinzugewonnen, deshalb sind sie stärker geworden. Es wird eine besondere Herausforderung“, so Pasanen.

In den bisherigen zwei Spielen dieser Saison, die am Seilersee stattgefunden haben, konnten die Roosters einmal nach regulärer Spielzeit gewinnen, einmal musste sich Iserlohn nach Penaltyschießen geschlagen geben. Mit Torhüter Goepfert (Grippe), Schüle (Oberschenkel), Van der Gulik (Leistenprobleme) und Gawlik (Kreuzbandriss) fallen bis zu vier Spieler der Rheinländer verletzungsbedingt aus.

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