Roosters gehen nach Rallo-Ausfall auf Stürmersuche

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Das körperbetonte Spiel der Iserlohn Roosters zeigt seine Spuren: In Mannheim werden die Youngsters im Team von Trainer Jari Pasanen wieder viel Eiszeit bekommen – auch wegen einiger Ausfälle.

Iserlohn - Als hätten die Iserlohn Roosters mit Smotherman und den vielen Verletzungen nicht schon genug Rückschläge erleben müssen, bahnte sich am Donnerstag vor dem Auswärtssspiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei den Adler Mannheim (Freitag, 19.30 Uhr) der nächste Langzeit-Ausfall an.

Neuzugang Greg Rallo, schon seit Wochen mit einer Oberkörperverletzung außer Gefecht, könnte das nächste Problemkind werden und vielleicht monatelang ausfallen. „Er ist derzeit bei einem Spezialisten, wird ganz genau untersucht. Wir hoffen, zeitnah eine Antwort zu bekommen“, sagt IEC-Cheftrainer Jari Pasanen. 

Wie dramatisch die Situation zu sein scheint, macht deutlich, dass am Donnerstagvormittag Nouri Bettahar aus Garmisch-Partenkirchen zurück am Seilersee war. Er soll den Kader auffüllen. Manager Karsten Mende gibt zu, mit der Suche nach einem neuen Stürmer begonnen zu haben. „Wir werden natürlich abwarten, was mit Greg Rallo ist, aber einen Stürmer können wir so oder so noch gebrauchen“, betont Mende. 

Selbstverständlich ist auch ihm der letztjährige Fehlkauf von Zach Hamill noch präsent, der als überzähliger Kontingentspieler oft auf der Tribüne saß. Erstmal aber muss Bettahar ran, genauso wie Kahle und Shevyrin. Die Youngster bekommen unerwartet viel Eiszeit – nicht nur, weil es nicht anders geht. „Sie haben schon gezeigt, mit wie viel Engagement sie zu Werke gehen. Wir brauchen sie, und sie werden auch in Mannheim viele Einsätze bekommen“, so Pasanen. 

Fehlen werden neben Rallo in der SAP-Arena definitiv der gesperrte und von Rückenschmerzen geplagte Blair Jones (bekam in Bremerhaven seine dritte Disziplinarstrafe) und Chad Bassen (Unterkörper). Hinzu wird sich wohl Blaine Down gesellen, der noch immer mit Fieber daheim ist. Ein Fragezeichen steht hinter Brad Ross, der mit seinem Handbruch trainiert hat, aber noch abwarten muss, ob Schmerzen zurückkehren. 

Hinter den Kulissen gab es in dieser Woche eine deutliche Aussprache. Nach der Niederlage von Bremerhaven und der öffentlichen Kritik des finnischen Coaches haben die Spieler untereinander versucht, Klartext zu reden. „Wir wissen, wie stark die Mannheimer sind, müssen so lange wie möglich ein 0:0 halten und insgesamt versuchen, in der Defensive gut zu stehen“, betont Verteidiger Hannu Pikkarainen. Im Tor wird am Abend Chet Pickard stehen. 

Freuen dürfen sich die Fans am 2. Weihnachtsfeiertag auf das obligatorische Geschenk des Vereins – eine Vertragsverlängerung. Ob allerdings auch die Trendwende eingeleitet wird, hin zu konstanteren positiven Ergebnissen, bleibt abzuwarten.

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