Roosters ehren ihren Besten mit dem „gelben Trikot“

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Chris Connolly (links) und das Roosters-Team bekamen nach dem Sieg über Düsseldorf zwei Tage frei.

Iserlohn -  Manchmal lohnt der Blick ins Detail. Freitagabend, 21.52 Uhr am Iserlohner Seilersee. Ein gelbes Trikot von der Tour de France. Colten Teubert trägt es nach dem Sieg der Iserlohn Roosters in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Düsseldorfer EG auf der Ehrenrunde. Trug es sechs Tage vorher nicht Chad Bassen? Nachfragen lohnt: „Ja, es ist eine neue Idee von Bobby Raymond“, grinst Cheftrainer Jari Pasanen.

Mehr Details verrät er sichtlich ungern. Was in der Kabine passiert, bleibt auch in der Kabine. Manchmal nicht: „Andere Mannschaften haben einen Feuerwehrhelm, manche eine Polizeimütze, wir ein gelbes Trikot für den ‘Man of the Match’“, lässt sich der Finne entlocken. „Das ist echt eine lustige Idee und ehrt den Spieler, der sich in einem Match besonders verdient gemacht hat“, ergänzt Raymond. Warum man sich am Seilersee ausgerechnet für ein Trikot entschieden hat ist einfach: „Es ist ein Gag. Lance Armstrong hat auch immer ´alles‘ getan, um zu gewinnen“, lacht der Rückkehrer, zudem hätten er und seine Mannschaftskollegen in der Vorbereitung nun mal unglaublich viel Fahrrad fahren müssen.

Dass die Wahl auf Teubert fiel, war am vergangenen Freitag, dem einzigen Wochenendspieltag, wenig verwunderlich. Nach einer 4:0-Führung und den drei Anschlusstreffern der DEG war es Teubert, der mit seinem Tor zum zwischenzeitlichen 5:3 das Momentum zurückholte. Dass es überhaupt so weit kam, war dem Iserlohner Schlendrian geschuldet. Derlei Nachlässigkeiten in der Defensive passierten den Sauerländern zwei Mal. Zum einen nach dem 4:0, zum anderen nach dem 6:3. „Wir werden darüber reden, aber nicht heute“, kündigte Pasanen nach dem Match an. Spätestens ab Dienstag, in der Vorbereitung zu den folgenden Wochenendheimspielen gegen Ingolstadt und Mannheim, wird er es wieder thematisieren.

Weniger als Belohnung, sondern schlicht, weil es die Trainingssteuerung einfacher macht, gab Pasanen seinen Jungs gleich zwei Tage frei. „Ich könnte am Sonntag im Training das verschobene Köln-Spiel simulieren, aber das hilft uns nicht wirklich. So kommen die Jungs am Dienstag wieder und dann wird hart weitergearbeitet“, erklärt der Coach. Seine Jungs haben die Zeit für Kurzausflüge genutzt, unter anderem zum Münchener Oktoberfest. „Wenn du schon einmal die Gelegenheit in Deutschland hast, musst du es dir anschauen“, sagt Chris Connolly.

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