Roosters fehlt in Ingolstadt der unbedingte Wille

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Am Freitag gegen Berlin kämpften sich die Roosters noch zum Sieg nach Penaltyschießen. Doch nachdem der direkte Einzug ins Playoff-Viertelfinale feststand, fehlte den Sauerländern gegen Ingolstadt ein wenig der Biss.

Iserlohn - Selten lagen Licht und Schatten bei den Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) so nah beieinander wie am zurückliegenden Wochenende.

Freitag, nach einem durchwachsenen Start, kämpfte sich das Team von Trainer Jari Pasanen trotz eines 0:3-Rückstandes zum 4:3-Erfolg nach Penaltyschießen gegen die Eisbären Berlin, Sonntag in Ingolstadt starteten die Waldstädter mit dem gleichen Ergebnis, waren letztlich aber weit entfernt von einer Wende. 

„Hoffentlich war es ein Schock zum richtigen Zeitpunkt“, sagte anschließend Torhüter Mathias Lange, der nach 36 Minuten beim Stand von 1:4 für Chet Pickard zwischen die Pfosten kam. Pasanen erhoffte sich damit einen ähnlichen Schub wie zwei Tage zuvor, als das Wechselspiel in die andere Richtung erfolgreich war. 

„Wir hatten schon beim Training am Samstag und beim Frühstück am Sonntag ein bisschen den Eindruck, dass die Jungs mit dem Berlin-Match und dem Einzug ins Viertelfinale ein Stück zu zufrieden waren“, so Pasanen. 

Genau das war auch auch zu Beginn des Ingolstadt-Spiels spüren. Den Roosters fehlte der unbedingte Wille, sich dem Sturmlauf der Panther entgegenzustellen. „Wir haben gerade auswärts in dieser Saison schon öfter nicht unsere beste Leistung abgerufen. Das sollte uns, gerade in Bezug auf die Playoffs, eine Lehre sein. Wollen wir wirklich eine Runde weiter, müssen wir, sollte es nicht mit dem Heimrecht gelingen, mindestens ein Spiel auswärts gewinnen“, ergänzte Lange. 

Zudem dürfte seine Mannschaft auf keinen Fall glauben, einen 0:3-Rückstand gegen ein Topteam in der Endrunde um die Meisterschaft einfach so aufholen zu können. 

Dass das gegen Berlin gelungen ist, war einmal mehr vor allem Brooks Macek zu verdanken, der in der gesamten Saison eine hervorragende Leistung zeigt. „Brooks ist als kleiner Junge zu uns gekommen, hat unglaublich viel gelernt, menschlich, aber auch sportlich, und ist bei uns am Seilersee zum Mann geworden“, sagt Pasanen und will derzeit gar nicht darüber nachdenken, wie er seinen derzeit vielleicht besten Stürmer nach seinem Wechsel nach München ersetzen soll. 

Eine bemerkenswerte Rückwärtsentwicklung könnte den Roosters zudem zum Vorteil gereichen. Im Match gegen die Eisbären bot Pasanen Bassen, Blank und Connolly zum ersten Mal seit ihrer Trennung zu Saisonbeginn wieder in einer Reihe auf. „Ich hatte den Eindruck, dass sich die drei Jungs sofort wieder an ihre alte Spielweise und ihre Kombinationsmöglichkeiten erinnert haben“, so Pasanen. 

Trotz aller ärgerlichen Momente des Wochenendes bleibt das Erreichen des Viertelfinals ein riesiger Erfolg für die Sauerländer. „Ich freue mich für die Fans, ich freue mich für die Crew hinter Kulissen. Sie alle haben es verdient, denn sie haben einen mindestens so guten Job gemacht wie die Mannschaft selbst“, betonte Manager Karsten Mende.

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