Eishockey

DEL-Starttermin weiterhin unklar

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Wann die Eishockey-Fans wieder solche Szenen zu sehen bekommen, ist nach wie vor unklar.

Iserlohn – Noch acht Tage, erst dann kommt wieder Schwung in die Deutsche Eishockey Liga (DEL). Erst nach dem 30. Juni, so haben sie es vereinbart, werden die Klubs ihre Kader für die kommende Spielzeit komplettieren.

Es bleibt zwar die Frage, ob sich hinter den Kulissen auch alle Vereine an diese Übereinkunft gehalten haben, aber zumindest offiziell gibt es jetzt seit Wochen kaum Meldungen über Neuzugänge – es sei denn, die Verträge wurden bereits Wochen oder gar Monate zuvor geschlossen.

Roosters-Cheftrainer Jason O’Leary informiert sich aus der Heimat im weit entfernten Kanada nahezu täglich über den Fitnesszustand derer, die am Seilersee schon gemeinsam trainieren. „Wie ich von unseren Athletikcoaches höre, sind die Jungs ganz gut in Schuss“, sagt er. Seit rund vier Wochen haben die Sauerländer für alle jungen Spieler, die über einen ganzjährigen Vertrag verfügen, mit dem Off-Ice-Training begonnen.

Die größte Herausforderung liegt allerdings darin, dass noch immer niemand weiß, wann die Saison denn endlich beginnen könnte. Darüber hüllt sich auch die DEL in Schweigen. Der eigentlich für dem 18. September geplante Saisonauftakt scheint nicht realisierbar zu sein. „Dann müssten wir Anfang Juli Bescheid wissen, um planen zu können“, äußerte sich DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke in der vergangenen Woche.

Wenige Tage zuvor hatte er von einem möglichst späten Saisonstart gesprochen, der wohl am besten für die Vereine der Liga wäre. Denn dann dürfte die Zeit ohne Zuschauer am kürzesten sein. Wohl im Dezember wäre der letztmögliche Starttermin – zumindest dann, wenn man erneut in Gänze auf die Playoffs oder zumindest auf den obligatorischen Best-of-Seven-Modus verzichten würde.

Am Seilersee hofft man, glaubt aber nicht so recht an einen Start im September. Organisatorisch würde ein solcher bedeuten, dass die Spieler schon Mitte Juli aus Nordamerika nach Deutschland kommen müssten, um nach 14-tägiger Quarantäne tatsächlich am 1. August mit der Vorbereitung beginnen zu können.

Wolfsburgs Manager Charly Fliegauf hat für einen Saisonstart nach dem 18. September schon eine Alternative vorgeschlagen: Er will die Vereine an unterschiedlichen Standorten in Deutschland zusammenfassen und Vorbereitungsturniere austragen lassen. Eine Idee, die vielleicht sogar für TV-Partner MagentaSport interessant sein könnte, zumal man diesem nach den abgesagten Playoffs, noch einen Gefallen schuldig sein dürfte.

Während die einen schwarzsehen, nehmen die anderen den vergangenen Mittwoch, als sich in Berlin Kanzlerin und Ministerpräsidenten trafen und die Frist für das Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober verlängerten, als positives Indiz. Denn im Kleingedruckten der Absprachen würden Ausnahmen ermöglicht – zumindest dann, wenn die Hygieneregeln eingehalten werden und Kontakte nachvollziehbar sind.

Das könnte bedeuten, dass zumindest Sitzplätze genutzt werden können. Was aber passiert dann mit einer Eissporthalle wie der am Seilersee, wo sich rund die Hälfte der Besucher auf Stehplatzrängen aufhält?

Unabhängig von solchen Überlegungen arbeiten die Spieler wieder hart, aber noch ohne Ziel. „Wenn man nicht weiß, wann es losgeht, kann man sich auch nicht auf den Punkt vorbereiten. Und das ist ganz schön schwer, wie ich aus eigener Erfahrung weiß“, sagt der Manager der Iserlohn Roosters, Christian Hommel. Es bleibt eine schwere Zeit für den Eishockeysport...

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