Fechten

Brandts schnuppert Bundeskader-Luft

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Johannes Brandts schnupperte freudig Bundeskader-Luft.

Budapest/Grenoble - Gleich doppelt erfolgreich war in den vergangenen Wochen das Fecht-Duo Brandts/Courouble vom LTV 61. Die Nachwuchssportler aus der Bergstadt erzielten bei Turnieren im europäischen Ausland gute Ergebnisse – Robert Brandts schaffte es mit seinen Leistungen auf internationalem Parkett sogar auf den Radar des Bundestrainers.

So zog es die Lüdenscheiderin Joelle Courouble zum Europacup nach Grenoble, wo sie sich gut verkaufte. In der Vorrundengruppe 27 gewann sie zwei ihrer sechs Gefechte und zog in die Runde der besten 256 ein. Dort bezwang die Bergstädterin die Französin Rachel Ferreol (15:8) und marschierte weiter ins 128er-Tableau. Denkbar knapp siegte sie noch gegen ihre Landsfrau Felicitas Grollmisch (10:9), scheiterte aber anschließend an der Italienerin Matilde Bettinaglio (7:15). In der Endwertung bekleidete Courouble dann den beachtlichen 63. Rang. 

Ebenso erfolgreich verlief eine Woche später das Turnierwochenende für Robert Brandts. Das LTV-Talent ging beim Europacup in Budapest an den Start – und zeigte seine Teamplayer-Qualitäten: So brillierte der Bergstädter am ersten Turniertag im Degenfechten der Mannschaften. Fünf deutsche Teams waren gemeldet. In der Fünftvertretung begab sich auch Brandts auf die Planche – und die 5. Mannschaft zählte zu den großen Überraschungen des Tages. In der ersten K.-o.-Runde schlugen die Fechtsportler aus der Bundesrepublik ein Mixed-Team bestehend aus Slowenen, Zyprern und Niederländern in packenden Gefechten mit 45:43. Anschließend ging es weiter gegen Italien II, Brandt & Co hatten erneut ebenso knapp die Nase vorn. 

Als eine Nummer zu groß erwiesen sich anschließend die Degenfechter des ungarischen Reserveteams. Gegen die Gastgeber hatte die deutsche Delegation mit 36:45 das Nachsehen. In den Gefechten um die Endplatzierungen sorgte Deutschlands „Fünfte“ dann doch noch für etwas Aufsehen: Gegen ihre Landsmänner aus Team I gelang ihnen beim denkbar knappen 44:45 beinahe die ganz große Überraschung. Am Ende freuten sich Brandts und seine Mannschaftskameraden über einen hervorragenden 14. Platz in der Mannschaftswertung. 

Nächster europäischer Wettkampf im Januar 

Dass für Robert Brandts am Folgetag als Einzelkämpfer im Degenfechten der große Erfolg ausblieb (Rang 180 von 221), war indes nicht weiter schlimm. Denn dank seiner starken Leistung tags zuvor, die beim Erfolg des fünften deutschen Teams ein ums andere Mal den Ausschlag gegeben hatte, focht er sich gar ins nähere Blickfeld des Bundestrainers: So kam am Rande des ersten Turniertages Walter Steegmüller auf Brandts zu und lud ihn zum Training des Bundeskaders ein. 

Diesem Ruf folgte der Bergstädter rund eine Woche später – und schnupperte freudig Bundeskader-Luft. „Es hat ihm sehr gefallen“, verriet Anja Brandts, Mutter des 16-jährigen Fechttalentes. Zudem ist Brandts durch seinen Erfolg in Budapest für den nächsten Europacup qualifiziert. Am 11. Januar zieht es den jungen LTV-Fechter erneut gen Osten: In Bratislava möchte er wieder mit guten Leistungen aufwarten. 

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