Henrike Enders trumpft in Münster groß auf

Vorwärts zum ersten Turniersieg nach der Sommerpause: Die Werdohlerin Henrike Enders (links) vom LTV 61 gewann das bundesweite Aktiven-Turnier in Münster.

KREISGEBIET -  Das traditionelle Trainingslager im polnischen Drzonkow und ein erstes Turnier nach der Sommerpause mit allerdings nur einem „Eine-Frau-Aufgebot“ standen jetzt für die Degen-Fechter des LTV 61 auf dem Programm. Einzige LTV-Fechterin beim bundesweiten Aktiven-Turnier in Münster war Henrike Enders, die in den Bundeskader der Juniorinnen berufen worden war, und diese Berufung durch einen Turniersieg gleich rechtfertigte.

Das Aktiven-Aufgebot der 61er ist allerdings aktuell aufgrund von Auslandsaufenthalten, Umzügen und Interessenverlagerungen ziemlich zusammengeschrumpft: So fällt die Schalksmühlerin Johanna Schmidt wegen eines Auslandsjahres in Neuseeland für die kommende Saison komplett aus – die weitere sportliche Zukunft ist zudem offen. Auch Dominik Bauer steht nach dem Umzug nach Bad Sassendorf nur noch eingeschränkt zur Verfügung, und Paul Busch hat sein Domizil für den Rest des Jahres in der englischen Hauptstadt London aufgeschlagen und wird nur zu ganz wichtigen Turnieren anreisen, aber dann weiter für den LTV 61 auf die Planchen gehen.

Auch Henrike Enders hat es studienbedingt nach Dortmund verschlagen, so dass sie nur noch eingeschränkt in Lüdenscheid trainieren kann, absolviert die verpassten Übungsarbeiten in der neuen „Heimat“ aber beim altbekannten Coach Wojciech Mróz, der auch in Dortmund erfolgreich als Vereinstrainer arbeitet.

Dennnoch hatte ein stattliches Aufgebot von elf Degenfechtern des LTV 61 einen Teil seiner Sommerferien im Zentrum für Modernen Fünfkampf im polnischen Drzonkow verbracht. Dort vermittelte Trainer Mróz den Fechterinnen und Fechtern die nötige Kondition, Schnelligkeit und Treffsicherheit für die Wettkämpfe nach der Sommerpause.

In Drzonkow erreichte Henrike Enders die Nachricht, dass sie in den Bundeskader der Juniorinnen berufen worden war und deshalb am Wochenende in Münster als einzige Fechterin die LTV-Farben beim Turnier mit 32 Konkurrentinnen vertreten durfte. Henrike Enders machte ihrer Nominierung in den Bundeskader durch einen Erfolg gleich alle Ehre.

Von den sechs Vorrundengefechten musste sie nur eines an die Hamburgerin Heide Niesalla (4:5) abgeben. Mit klaren Siegen in den Direktausscheidungen gegen Lena Potratz aus Nordhorn (15:4), Jana Hug aus Neuss (15:8) und Steffi Meier, Quernheim (15:10), hatte die LTV-Fechterin keinerlei Probleme, den Einzug ins Viertelfinale zu schaffen. Dort bezwang sie Catalina Scholt vom Kölner FK (15:4) und Lokalmatadorin Esther Pasch (15:5) souverän.

Im Finale traf die Werdohlerin nochmals auf Steffi Meier, die sich nur knapp (6:5) über die Dortmunderin Laura Giesen für den Endkampf qualifiziert hatte.

Wieder legte Henrike bereits in den ersten drei Minuten eine komfortable Führung vor und siegte schließlich 15:9. Die gerade erst 18 Jahre alt gewordene Juniorin übernahm damit auch Platz eins der Aktiven-Landesrangliste vor der ebenfalls von Wojciech Mróz trainierten Laura Giesen. Ihre Führung auf der Landesrangliste der Juniorinnen baute die Werdohlerin auf komfortable 168 Punkte vor der Zweitplatzierten Kendra Bittner (Herne/60) aus. - jig/mill

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