Dartsport in Corona-Zeiten

Dartsportler mit Kreativität durch die Krise

Online-Dart
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Dominic Schröder vor seinem Dart-Board mit Onlinedart-Equipment: Eine solch aufwändige Ausstattung ist allerdings keine Voraussetzung zur Liga-Teilnahme. Ein Mobiltelefon und die entsprechende App reichen als minimale Anforderung bereits aus.

Kierspe – Die Corona-Krise und die Pandemieschutzmaßnahmen im heimischen Sport sind allgegenwärtig, auch den 1. Dart-Club Kierspe haben die Verordnungen hart getroffen. Alle gemeinschaftlichen Aktivitäten wurden quasi von einem Tag auf den anderen auf Null zurückgefahren. Sowohl der Liga-Betrieb, als auch die wichtigen Trainingsabende sind zum Erliegen gekommen. Doch die Dart-Sportler zeigen sich in Zeiten der Krise kreativ.

Auf Initiative der Mitglieder Dominic Schröder und Mandy Przyluski wurde inzwischen der „Kiersper Home-Cup“ ins Leben gerufen. Die beiden Kiersper bilden auch die Ligaleitung dieses ungewöhnlichen Matches, dem „Dart im Home-Office“. Dart ist kein Kontaktsport, zudem ermöglicht es der Stand der Technik, dass fast jeder Dart-Fan Zugriff auf einen PC, ein Tablet, ein Laptop oder ein Mobiltelefon hat. Mit Hilfe der in diesen Geräten verbauten Kameras und einer entsprechenden App können von zu Hause die Spiele innerhalb der Turnier-Teilnehmerschaft im Livestream übertragen und online verfolgt werden.

Zwei sehbehinderte Sportler dabei

Insgesamt 14 Teilnehmer umfasst das Feld des „Kiersper Home-Cups“. Gespielt wird im Liga-Modus 501 Double out im Einzel (jeder-gegen-jeden), wobei derjenige Spieler eine Begegnung gewinnt, der als Erster sechs Spiele für sich entscheiden kann („First to Six“). Gespielt wird eine Hin- und eine Rückrunde.

Weiterer interessanter Aspekt: Mit von der Partie sind auch zwei sehbehinderte Mitglieder des 1. DC Kierspe, Silvi Lammert und Markus Brauckmann aus Valbert. Aufgrund ihres Handicaps spielen sie quasi nach Gehör und sind daher von der „Double Out“-Regelung befreit. Beide hatten bereits bei ihrem Eintritt in den DC Kierspe gezeigt, dass der Dartsport auch für sehbehinderte Sportlerinnen und Sportler durchaus realisierbar ist.

René Eidams stiftet Preise für Sieger

Als Unterstützung des „Kiersper Home-Cups“ konnte der bekannte Darter René Eidams („The Cube“) aus Hagen gewonnen werden, der auch die Preise für die Sieger zur Verfügung gestellt hat. So winken für die Plätze eins bis drei jeweils ein Dartset mit drei Profi-Pfeilen, ein 15-Prozent- und ein 10-Prozent-Einkaufsgutschein von „Cube-Darts“ in Hagen.

Damit auch die Vereinskasse des 1. DC Kierspe ein wenig von der Veranstaltung profitiert, spenden die Teilnehmer für jeden Wurf unter 26 Zählern zehn Cent. Das hört sich zunächst wenig an, kann sich aber im Laufe eines Ligaspiels durchaus auf Beträge um die 10 Euro summieren. Klar ist nämlich: Jeder Cent ist in der momentanen Krise wichtig für den DC.

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