Handball

Damoklesschwert Sanierung: Halle Löh in den Sommerferien komplett dicht?

Handballer auf der Bank
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Ob die Handballer der SGSH Dragons in den Sommerferien in der Sporthalle Löh trainieren können, ist derzeit aufgrund der anstehenden Sanierungsarbeiten in der Sportstätte noch fraglich.

Die Handballer freuen sich darauf, bald wieder in die Sporthalle zurückzukehren. Doch für die Vorbereitung in Schalksmühle zeichnet sich ab, dass die Sporthalle Löh in den Sommerferien vielleicht nicht zur Verfügung stehen wird.

Schalksmühle – Die Rückkehr in die Sporthalle könnte bald auch für die Handballer unterhalb der 3. Liga – gerade auch für den Nachwuchs – nach sieben Monaten im Lockdown-Modus wieder Realität werden.

Doch über der Sporthalle Löh ziehen dunkle Wolken auf: Die Gemeinde Schalksmühle will mit Fördergeldern die Sanierung der Sportstätte angehen. Und damit könnte es sein, dass die Halle über die kompletten Sommerferien für die Vorbereitung der Handballer der SGSH Dragons und auch des TuS Linscheid-Heedfeld nicht zur Verfügung steht. So jedenfalls hat es die Gemeinde nun gegenüber den Vereinen kommuniziert.

„Natürlich kann man mit den Baumaßnahmen erst beginnen, wenn die Fördergelder auch bewilligt sind“, sagt Mark Schür, 1. Vorsitzender der SGSH Dragons, „aber gerade für den Nachwuchs tut mir das unheimlich leid – die jungen Handballerinnen und Handballer sind nach der langen Pause doch heiß, wieder ins Training einzusteigen.“

Damoklesschwert Sanierung: Halle Löh in den Sommerferien komplett dicht?

Eine lange, behutsame Vorbereitung – das ist eigentlich landauf, landab der Plan nach der langen Pause, um die Aktiven wieder an den Wettkampfmodus heranzuführen. Und dieser Wettkampf dürfte bald nach den Ferien zurückkehren. Zum einen müssen dann in Windeseile die Aufstiegsrunden der Jugend gespielt werden, um irgendwann danach die Saison planen zu können. Zum anderen liegt der Start der 3. Liga bereits auf dem letzten August-Wochenende fest, in der Bezirksliga soll es dem Vernehmen nach am ersten September-Wochenende losgehen. Bis zum 17. August gehen die Sommerferien – sollte die Halle bis dahin geschlossen bleiben, wird es für die Vorbereitung der Handballer extrem knapp.

Während die SGSH natürlich noch die Möglichkeit hat, am anderen Standort in Halver zu trainieren, schaut der TuS Linscheid-Heedfeld komplett in die Röhre. Und auch die Dragons-Teams werden kaum komplett in Halver unterkommen. Die Drittliga-Handballer dürften Priorität genießen, für den Nachwuchs wird es entsprechend enger werden.

Sanierung betrifft auch die Peripherie-Räume neben der Halle

Ob derweil am Löh die Arbeiten tatsächlich bereits in den Sommerferien Fahrt aufnehmen, ist derzeit noch unklar. Aktuell ist noch nicht einmal die Ausschreibung raus, sodass der Fachbereichsleiter Bauen und Planen der Gemeinde, Ralf Bechtel, eigentlich mit mindestens rund zwei Monaten rechnet, bis die Arbeiten Fahrt aufnehmen werden. Allerdings will die Gemeinde gerade bei diesen Planungen so flexibel wie möglich sein.

„Für uns hat die Schule Priorität und nicht der Handball“, sagt Bechtel. Wichtig ist für ihn, dass während des Schuljahres und damit auch während der regulären Handballsaison gewährleistet ist, dass zumindest die Sporthalle und ein ausreichend großer Umkleidebereich zur Verfügung stehen werden.

Die Sanierung der Sportstätte betrifft die Peripherie-Räume auf der Ebene der Sporthalle, also die Lehrer- und Schiedsrichter-Umkleiden auf dieser Ebene, den Lichtraum, aber auch die Toiletten, die entfallen werden. Für sie werden u.a. Besprechungsräume auf dieser Ebene entstehen. Außerdem werden die kompletten Umkleiden und Sanitärräume im Untergeschoss der Halle saniert.

„Während der Bauphase Kompromisse machen“

„Wir müssen während der Bauphase Kompromisse machen – von den vier Umkleiden sollen zumindest zwei bis drei immer nutzbar sein“, sagt Bechtel. Von Kompromissen spricht er auch im Blick auf die Planung der Ferienzeit bei den Handballern. „Ein Vorlauf von zwei bis drei Wochen sollte für Handball-Mannschaften genug Zeit sein, sich auf Kompromisse einzustellen“, sagt Bechtel, der im Zweifel ohne Rücksicht auf den Trainingsbetrieb mit den Arbeiten beginnen können möchte, wenn sich die Möglichkeit bietet. Für die Sommerferien bedeutet dies ganz konkret: Wenn es möglich ist, soll die Schadstoffsanierung über die Bühne gehen. In der Phase dieser Sanierung wird die komplette Sportstätte aus Sicherheitsgründen nicht nutzbar sein. Bis zu vier Wochen werden für diese Schadstoffsanierung in der Regel angesetzt. Sollte die Firma zwei Kolonnen stellen können, könnten die Arbeiten auf beiden Etagen parallel laufen. Dann könnte es auch schneller gehen.

Wie es kommen wird, ist derzeit noch völlig offen. „Vielleicht geht es mit der Schadstoffsanierung auch erst in den Herbstferien los“, sagt Bechtel – der zeitliche Fahrplan ist von vielen Faktoren abhängig. Und so könnte es auch sein, dass die Halle in den Sommerferien fürs Training zur Verfügung steht. Nur versprechen will die Gemeinde dies den Handballern im Vorfeld nicht.

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