Dacharbeiten an BGL-Halle liegen im Zeitplan

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Auf dem Dach der BGL-Sporthalle: Andreas Beckmann – bei der Stadt Lüdenscheid für die zentrale Gebäudewirtschaft tätig – freut sich, dass die Bauarbeiten im Zeitrahmen liegen

Lüdenscheid - Zu Beginn der Osterferien, Ende März dieses Jahres, wurde die Turnhalle des Bergstadt-Gymnasiums (BGL) zweckentfremdet. Seither haben weder die Handballer der HSG Lüdenscheid, die Highlander-Skaterhockeyakteure noch die BGL-Schüler dort einen Tropfen Schweiß vergossen. Vielmehr sind es die Monteure der Firma „K&S“ aus der mecklenburgischen Stadt Mirow, die momentan in und an der Halle aktiv sind.

Wenn die BGL-Halle nach den Weihnachtsferien im Januar des kommenden Jahres wieder für den Sportbetrieb freigeben wird, „erstrahlt sie von außen in einem komplett neuen Erscheinungsbild“, verspricht Andreas Beckmann, der bei der Stadt Lüdenscheid für die zentrale Gebäudewirtschaft tätig ist. Mittelpunkt der monatelangen Bauarbeiten: Das Hallendach. „Die Sheddachkonstruktion wurde in den 70er-Jahren erbaut. Gerade in den vergangenen Jahren hat es vermehrt Probleme mit Wassereinbrüchen gegeben. Die Verbindung zwischen Glaselementen und Blechprofilen waren nicht mehr dicht“, erklärt Beckmann.

Die Lösung: Eine neue Dachkonstruktion über der Alten. Aus hunderten Quadratmetern Trapezprofilblechen entsteht derzeit die neue Hallenbedeckung in Form einen klassischen Satteldaches. Zwölf Lichtkuppeln mit einer jeweiligen Größe von vier Quadratmetern sorgen für den großzügigen Einfall von Tageslicht. „An der bisherigen Beleuchtung wurde jedoch nichts geändert, es wurden höchstens ein paar Langfeldleuchten ausgetauscht“, so Beckmann.

Große Einsparnisse soll das Projekt, das mit einem Budget von 1,6 Millionen Euro ausgeschrieben wurde, vor allem im Bereich des täglichen Energieverbrauches bringen: „Vor 40 Jahren gab es nur einen vorgeschriebenen Mindestwärmeschutz – die Isolierung war lediglich drei Zentimeter dick. Bei der neuen Isolierung sprechen wir von 20 Zentimetern“, vergleicht Beckmann die damaligen Vorgaben mit der heutigen Energiesparverordnung. Das Sheddach bleibt bis auf die Glasflächen erhalten und für den Zuschauer weiterhin sichtbar.

Auch der Rest der Halle wird äußerlich in neuem Glanz erscheinen, wenn das Bauprojekt im Januar (planmäßig) abgeschlossen sein wird: Die Außenfassade auf der nord-östlichen Seite wird mit Metallprofilen verkleidet, die weiteren Fassadenflächen wurden bereits in einem hellen Grauton gestrichen. „Optisch wird es also eine ganz neue Turnhalle, die man auf den ersten Blick nicht wiedererkennen wird“, sagt Beckmann.

Im Innern der Halle wurde vor allem am Brandschutz gearbeitet: „Die Brandmeldeanlage wurde ertüchtigt“, so der Verwaltungs-Mitarbeiter. Auch die Elektronik-Leitungen wurden überarbeitet.

Nachdem die Arbeiten am Dach in der kommenden Woche fertiggestellt sein sollen, wird der Fokus vor allem auf einer gründlichen Innenreinigung des Gebäudes liegen, ehe die Gerüste abgebaut und die als Schutzschicht dienenden Spanplatten dem normalen Hallenboden wieder weichen werden. „Das Warten hat sich gelohnt“, verspricht Beckmann den Hallennutzern, die während der Arbeiten auf alternative Sportstätten ausweichen mussten.

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