Fußball-Kreisliga A

„Wir glauben an die Mannschaft“

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Vor der Corona-Zwangspause ging es sportlich bergauf bei den Nachrodtern.

Mit einem 3:1-Sieg gegen die Zweitvertretung der SG Hemer verabschiedeten sich die A-Liga-Fußballer der SpVgg Nachrodt am vergangenen Mittwoch in die Corona-Zwangspause, die den Aufwärtstrend der Grün-Schwarzen vorerst beendet hat. Inklusive des Kreispokal-Derbys beim VfR Lasbeck gelangen den Nachrodtern drei Siege in Folge, die Balsam waren nach einem enttäuschenden Saisonstart.

Qualitativ und quantitativ hatten die SpVgg-Verantwortlichen nach einer verkorksten Saison 19/20 den Kader im Sommer aufgerüstet. Leistungsträger wie Denis Mynarek, Fabian Sedlaczek, Christopher Fanieng oder Samed Topcu kehrten nach einer Saison zurück, vielversprechende Winterneuzugänge wie Nico Lonscher, Metin Senel oder Vinzenz Heinecke blieben. Die Erwartungen an das Team stiegen, vor allem steckte sich die Mannschaft selbst ehrgeizige Ziele und wollte ganz vorne mitmischen.

Den ersten Dämpfer gab es gleich zum Saisonstart beim 1:3 gegen Aufsteiger Olympos Menden, der zweite folgte drei Wochen später mit einer 1:7-Klatsche beim BSV Lendringsen. Anfang Oktober setzte es mit einem 0:2 gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter SG Hemer die dritte Niederlage im vierten Spiel. „Es war in den ersten Wochen viel Pech dabei. Wichtige Spieler wie Lonscher, Ziegler oder Topcu waren verletzt, Koray Serin steht uns erst ab Dezember zur Verfügung“, sagt Viktor Kraus, der bei der Sportvereinigung zusammen mit Harald Langer und Christopher Hellgermann die sportliche Leitung inne hat.

Den verkorksten Start allein mit der Verletztenmisere zu begründen, das wäre aber zu einfach. „Die Mannschaft läuft hinter ihrer Leistung hinterher. Das Gefüge hat am Anfang nicht gestimmt. Das Potenzial ist viel höher, es wurde leider nur nicht abgerufen. Das habe ich der Mannschaft vor ein paar Wochen auch gesagt und Dampf abgelassen“, so Kraus, dem auch die Zahl der Platzverweise ein Dorn im Auge war. Nach sechs Partien stehen bei den Grün-Schwarzen schon zwei Rote und zwei Gelb-Rote Karten zu Buche.

Gefallen hat Viktor Kraus, wie das Team dann aber trotz anhaltender personeller Probleme auf den mauen Start reagierte. Gegen den VfL Platte Heide wurde ein 2:1-Sieg erzwungen, im Kreispokal-Derby wurden auf der ungeliebten Asche des klassentieferen Rivalen VfR Lasbeck die Ärmel hochgekrempelt (5:2) – und in der Liga dann eben mit dem Sieg im Nachholspiel gegen die SG Hemer II nachgelegt. Mit neun Punkten aus sechs Partien trennen die Nachrodter nur noch drei Zähler auf Rang drei. „Wir glauben an die Mannschaft. In den letzten Wochen hat sich schon was geändert. Fakt ist, dass wir das Maximum erreichen und noch oben mitspielen wollen“, betont Viktor Kraus, der froh ist, dass der nachverpflichtete Onur Benli („Er wird uns sehr helfen im Mittelfeld“) so langsam wieder zu alter Stärke findet und der technisch versierte Antreiber Nico Lonscher nach überstandener Verletzung bald zurückkehren könnte.

Von Dennis Rzyczniok haben sich die Nachrodter derweil getrennt, in der Winterpause soll es aber noch die eine oder andere Verstärkung geben für Trainer Dennis Klöckner. Mit dem Übungsleiter aus Hagen ist die Sportliche Leitung der Sportvereinigung sehr zufrieden, wie Viktor Kraus beteuert: „Wir wollen langfristig mit ihm arbeiten.“

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