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Corona-Schock bei der SGSH

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Von: Thomas Machatzke

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Handball 3. Liga SGSH Ante Vukas
Fehlt der SGSH wegen einer Corona-Infektion: der bis dato so überragender Torhüter Ante Vukas. © Thomas Machatzke

Das Pflichtspieljahr beginnt für Handball-Drittligist SGSH mit einer Hiobsbotschaft: Ante Vukas fällt am Samstagabend im Heimspiel gegen die ESG Gensungen/Felsberg (19.30 Uhr, Mühlenstraße) aus. Vukas hat aus dem Heimaturlaub in Kroatien eine Corona-Infektion mitgebracht. Kontakt zum Team hatte er nicht. Immerhin.

„Das ist ein Problem. Das trifft uns hart. Ante hat bisher eine überragende Saison gespielt“, sagt Cheftrainer Mark Schmetz. Genau genommen ist die SGSH mit Vukas im Tor noch ungeschlagen. Bei der Niederlage in Longerich fehlte der Kroate, weil sein Vater gestorben war und er zur Trauerfeier in Kroatien weilte. Und bei der Heimniederlage gegen Baunatal? Da war Vukas da, nach einem fulminanten Kopftreffer beim Siebenmeter nach nur fünf Minuten aber nur ein Schatten seiner selbst.

Und nun gegen das Kellerkind aus Nordhessen? Schmetz hatte die Aufgabe ohnehin zu einer besonders schwierigen erklärt. Die Handballer aus dem Schwalm-Eder-Kreis sind dem Niederländer ein Rätsel. „Das ist eine schnelle, aggressive, körperlich starke und auch sehr einsatzbereite Mannschaft“, sagt Schmetz, „ich habe überhaupt keine Ahnung, warum sie da im Tabellenkeller stehen. Sie sind besser als einige andere Mannschaften der Liga.“

Der Trainer nimmt‘s nüchtern-sachlich

Tatsächlich knöpfte die ESG zuletzt zum Beispiel dem TuS 82 Opladen einen Punkt ab, verlor gegen Krefeld und Baunatal nur sehr knapp und unglücklich. Und auch gegen die SGSH. Es war der Vorabend der Bundestagswahl im September. 26:25 siegte die SGSH dank eines final ganz starken Jan König und auch dank einer überragenden Schlussphase von Ante Vukas. „Sehr glücklich war das“, sagt Schmetz.

Das Polster auf Opladen ist für die SGSH nach Minuspunkten auf einen Zähler geschmolzen durch den Leichlinger Rückzug. Die SGSH, die nach dem Abzug von vier Punkten aus den LTV-Spielen, mit einem Spiel weniger als das Topduo auf Rang drei abgerutscht ist, darf sich nichts erlauben gegen Gensungen. Auch wenn Vukas fehlt.

Mark Schmetz nimmt’s nüchtern-sachlich. „Das ist nicht schlimm, darüber muss man sich nicht aufregen“, sagt er, wenn er darauf schaut, dass Opladen nun vom Rückzug des Nachbarn Leichlingen profitiert. Und auch den Vukas-Ausfall ordnet er ein. „Bei den Inzidenzen im Moment wird es auch noch andere Teams treffen“, sagt er, „das wird sich ausgleichen.“ Für den Moment aber macht es die Dinge nicht einfacher für die SGSH. „Wir vertrauen unseren jungen Torhütern“, sagt Schmetz, der gegen Gensungen auf A-Jugend-Keeper Michal Gorlas und den ebenfalls blutjungen Tjark Döscher setzen wird. Und der Trainer nimmt sein Team in die Pflicht: „In der Abwehr werden wir noch eine Schippe drauflegen müssen!“ Die beste Abwehr der Liga will am Samstag also noch ein bisschen härter arbeiten als üblich. Das ist für den Gast aus Nordhessen keine gute Nachricht.

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