Wolf und Lange:

Roostersduo hofft auf Erfolge im Nationaldress

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Roosters-Kapitän Michael Wolf führt beim Deutschland-Cup auch die Nationalmannschaft als Spielführer an.

ISERLOHN - Ganze drei Tage haben die sportlich Verantwortlichen der Iserlohn Roosters ihrem Team freigegeben, was allerdings nicht dem letzten Tabellenplatz, sondern dem Terminstress geschuldet ist: Nicht weniger als sechs Spiele in 13 Tagen warten ab Dienstag auf die Sauerländer.

„Wir brauchen nicht viel nachzudenken, nicht viel zu trainieren, wir können spielen. Zwei Mal dienstags, freitags und sonntags“, sagt Trainer Jari Pasanen. Der Finne weiß, dass Veränderung, insbesondere am Tabellenbild möglich ist – zumindest dann, wenn das Selbstbewusstsein zurückkehrt in die Kabinenkatakomben am Seilersee. Seine aktuell noch ungeklärte persönliche Situation ist für Pasanen unterdessen kein Thema. „Ich mache meinen Job“, sagt der Finne und versichert glaubwürdig, dass er natürlich gern als Cheftrainer am Seilersee arbeiten würde, dass dieser Punkt aber nicht Priorität genießt.

„Ich persönlich glaube, wir sollten mit Jari weitermachen. Er kennt die Mannschaft, muss die einzelnen Charaktere und Fähigkeiten nicht erst für sich ermitteln“, bezieht Rekordspieler Collin Danielsmeier klar Stellung. Es ist kein Geheimnis, dass sich bestimmte Dinge am Seilersee verändert haben. Pasanen ist weit weniger autoritär als der bisherige Cheftrainer Doug Mason, bindet die Führungsspieler in taktische Veränderungen intensiv ein.

Während am Seilersee das Training für die meisten Profis wieder begonnen hat, fehlen mit Michael Wolf und Mathias Lange noch die beiden Nationalspieler. Insbesondere für den Deutsch-Österreicher Lange sind diese Novembertage von ganz besonderer Bedeutung. Aufgrund seiner hervorragenden Leistungen am Seilersee ist er auch in den Fokus seines Nationaltrainers geraten, der ihm im Rahmen der Euro Hockey Challenge in Innsbruck zum Länderspieldebüt verhalf. Zwar verlor das Team Austria überraschend gegen Frankreich mit 1:3, Lange aber zeigte eine starke Leistung. Ob das ausreicht, um sich im Februar für die Olympischen Winterspiele in Sotschi zu empfehlen, ist offen. Im Ranking des österreichischen Nationalteams stand er vor dieser Länderspielpause nur auf Rang vier oder fünf.

Keine Sorgen um Sotschi muss sich Michael Wolf machen. Da die DEB-Auswahl schon im Februar die Quali verpasst hatte, kann er sich voll und ganz auf das Vier-Nationen-Turnier um den Deutschland-Cup in München konzentrieren – und das als Kapitän. Nachdem Bundestrainer Cortina ihm bei der WM das Amt abgenommen und NHL-Star Christian Ehrhoff berufen hatte, darf Wolf in München wieder die Mannschaft anführen, die am Freitagabend gegen Vize-Weltmeister Schweiz ihr erste Spiel hat (nach Redaktionsschluss). Sowohl Wolf als auch Lange werden am Montag in Iserlohn zurückerwartet, gern mit Erfolgserlebnissen, denn die könnten auch die Teamkollegen motivieren. - MiHei

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