Mirco Glörfeld schmeißt beim LTV 61 hin

Mirco Glörfeld hört als Trainer des Fußball-Kreisligisten LTV 61 auf:, weil er unzufrieden ist: Einer der Gründe: Der Doppeleinsatz der Fußballer auch beim Futsal.qFoto: Machatzke

Lüdenscheid -  Das Trainerkarussell beim A-Ligisten LTV 61 dreht sich kräftig weiter. War Timo Flieger schon vor dem Saisonstart entlassen worden und hatte der Honsel-Klub seit Januar Robert Krumbholz neben Mirco Glörfeld als zweiten, gleichberechtigten Coach installiert, so hat Glörfeld jetzt von sich aus die Brocken hingeschmissen.

„Ich bin es leid. Im Nachhinein wäre es besser gewesen, wenn ich schon im Sommer aufgehört hätte. Letztlich war das für mich verschenkte Zeit. Unter diesen Umständen muss ich mir das nicht mehr antun“, ist für den 34-Jährigen das Maß jetzt endgültig voll.

Angestaut haben sich beim Werdohler viele Dinge, und das über einen sehr langen Zeitraum. Es begann schon in der Vorbereitung für die laufende Saison, als zum einen die Trainingsbeteiligung für LTV-Verhältnisse äußerst dürftig war, zudem sehr schnell offensichtlich wurde, dass die Chemie zwischen ihm und Flieger nicht stimmte. Was folgte, war trotz eines aufgerüsteten und ambitionierten Kaders eine sportlich unbefriedigende Hinrunde, die für Glörfeld einen ganz besonderen Grund hatte. „Ich sage nur Futsal. Mit der Gründung dieser Abteilung hat der Vorstand ein klassisches Eigentor geschossen. Der Großteil des Futsal-Teams spielt beim LTV 61, hatte und hat augenscheinlich mehr Lust, mittwochs und freitags Halleneinheiten zu absolvieren, anstatt dienstags und donnerstags am Honsel zu trainieren. So ist die Trainingsbeteiligung auch nach der Winterpause durchgehend schlecht geblieben, zudem die Stimmung zwischen den Spielern, die Futsal spielen, und denen, die es nicht betreiben, schlecht ist.“

Am Dienstag schließlich platzte Glörfeld der Kragen, als einmal mehr nur zehn Spieler beim Training waren. „Für viele Vereine mag das noch gut sein, ich bin hier aber anderes gewohnt“, verweist er darauf, dass vor dieser Spielzeit regelmäßig 16, 17 Akteure die Einheiten absolvierten. „Nach dieser Saison hätte ich ohnehin aufgehört, was unser sportlicher leiter Fabian Dilks auch schon wusste. Jetzt habe ich die Entscheidung eben vorgezogen, weil ich total unzufrieden bin und die Einstellung einiger Spieler einfach nicht akzeptieren kann. Für so etwas muss ich nicht zweimal die Woche zwischen Werdohl und Lüdenscheid hin und her fahren.“ Zwar betonte Glörfeld gestern, dass er am Sonntag im Gastspiel beim SC Plettenberg II noch einmal auf der Bank sitzen wolle, ob ihm dies nach seinen Aussagen gewährt wird, scheint allerdings eher unwahrscheinlich.

Unabhängig von Glörfelds

Rücktritt nach rund zweieinhalbjähriger Tätigkeit hatte auch bei der C-Liga-Reserve des LTV 61 mit Frank Wilde der Coach bereits zum Wochenende das Handtuch geworfen, nachdem ihm der 2. Vorsitzende Bernd Michels mitgeteilt hatte, dass die Mannschaft über die Saison hinaus nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten wolle. Das Team will die Serie in Eigenregie zu Ende bringen.

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