Schießsport

Nach neun Jahren wieder zur DM

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Claudia Isenberg hat sich zum zweiten Mal für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert.

Lüdenscheid – Claudia Isenberg ist die Olympia-Schießanlage in München nicht fremd. Bereits vor neun Jahren qualifizierte sich die Athletin der Lüdenscheider Schützen-Gesellschaft für die Deutschen Meisterschaften in der Disziplin Luftgewehr freihand. In diesem Jahr glückte Isenberg für die Sportschützen der LSG die erneute Qualifikation.

Bei der Landesmeisterschaft in Dortmund landete sie mit 375 Ringen (Qualifikationsanzahl: 371 Ringe) auf dem vierten Platz und löste damit das Ticket für die nationalen Endkämpfe. „Ich versuche in München auf eine ähnliche Ringzahl zu kommen“, erklärt Isenberg.

Der Wettkampf steigt am nächsten Dienstag, Sonntag fährt die Sportschützin mit ihrem Mann in die bayrische Landeshauptstadt. Am Montag geht es zur Waffenkontrolle, im Anschluss wird das Sportgerät den Vorschriften entsprechend bis zum Wettkampf in die Waffenkammer eingeschlossen. Mit knapp 100 weiteren Athleten geht die 55-Jährige in ihrer Altersklasse an den Start. „Ich schieße seit 41 Jahren und bin immer noch mit viel Spaß bei der Sache. Bei den Landesmeisterschaften war ich schon häufig vertreten. Das ich dieses Jahr auch noch mal in München dabei bin, freut mich sehr“, so Isenberg.

Einmal die Woche geht es für die Bergstädterin auf die Schießanlage an der Schützenhalle, ihre Konkurrentinnen aus den anderen Bundesländern trainieren teils häufiger. „Der Schießsport hat in Bayern einen anderen Stellenwert, dabei hat dieser Sport nichts mit Gewalt oder dergleichen zu tun“, weiß Isenberg um das Standing ihrer Sportart.

Mit großen Ambitionen auf eine vordere Platzierung fährt die Lüdenscheiderin nicht nach München. „Wenn ich im Mittelfeld lande, bin ich sehr zufrieden. Das wäre für mich schon ein großer Erfolg“, setzt sich die Bergstädterin dennoch ein klares Ziel.

Um die Konzentration bei dem 75 Minuten andauernden Wettkampf zu halten und alles andere auszublenden, vertraut sie auf alt bewährte Mittel: „Wenn ich merke, dass die Konzentration ein wenig nachlassen sollte oder mich die Geräuschkulisse in dieser lauten Halle stört, versuche ich mich mit Atemübungen wieder runterzufahren. Ich habe mehrere Atemtechniken, die ich erfolgreich anwende.“ Auch das Gewicht des Gewehrs ist mit fortschreitender Dauer des Wettkampfes nicht zu unterschätzen, das Sportgerät wiegt immerhin um die fünf Kilo.

Dauerkosten bei der Sportart sind in erster Linie die Patronen. Ein Gewehr kostet zwischen 1000 und 3000 Euro. „Aber da sind nach oben natürlich keine Grenzen gesetzt. Es geht immer höher, schneller, weiter. Das ist beim Fußball ähnlich, da kann man auch viel Geld für die Schuhe ausgeben“, weiß die Lüdenscheiderin.

Auch die Kleidung wird individuell angefertigt und ist aus einem Leinenstoff. „Da sollte man nicht jedes Jahr eine unterschiedliche Kleidergröße haben, sonst könnte es teuer werden. Der Stoff ist schon sehr steif, da lässt sich nicht viel dran machen“, scherzt Isenberg.

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