Fünfter Platz im Brandnertal

Mit bis zu 60 Stundenkilometern raste der Elfjährige den Berg hinunter. Im österreichischen Brandnertal fuhr er mit einer Zeit von drei Minuten und 40 Sekunden auf den fünften Platz im IXS-Rookie-Downhillrennen.   - Foto: Lehmann

Lüdenscheid - Cedric Kosak wurde bereits im Alter von zwei Jahren mit dem Radsport-„Virus“ durch seinen Vater angesteckt. Nun nahm er an der IXS-Downhill-Serie teil.

Angefangen habe die Leidenschaft des Fahrradfahrens für Cedric Kosak bereits mit zwei Jahren, erinnert sich sein Vater Sören Fröhling, ehemaliger Downhill-Profi: „Nach Cedrics erstem Laufrad bekam er mit sechs Jahren direkt sein eigenes 24-Zoll Mountainbike. So fing er mit mir an, im Stadtpark Lüdenscheid erste kleine Strecken zu fahren, später habe ich dann auch zum Beispiel unseren Garten zu einem kleinen Parkour umgebaut.“

In den folgenden Jahren trainierte Cedric täglich mit seinem Vater, bis dieser ihn dann vor vier Jahren in sein Iserlohner Projekt „Bikestation“ mit aufnahm: „Das Projekt Bikestation Letmathe ist vor fünf Jahren durch mich und das Jugendamt Iserlohn entstanden.

Unser Ziel ist es, Downhillfahren in der Umgebung von Iserlohn und Letmathe für Jugendliche anbieten zu können“, so Fröhling.

Sein elfjähriger Sohn Cedric weiter: „Ich habe über das Projekt einige Freunde gefunden, mit denen ich zusammen in verschiedenen Bikeparks trainiere.“ Vor einem Jahr nahm er dann an seinem ersten Wettbewerb teil, dieses Jahr fährt er bei der IXS-Downhill-Serie, die mehrere Rennen in ganz Europa beinhaltet, mit.

So fuhr er im August mit den Downhill-Fahrern der Bikestation zu seinem ersten IXS-Rookie-Downhill-Rennen ins österreichische Brandnertal. „Die drei Kilometer lange Rennstrecke, die dort aufgebaut wurde, hatte ein ganz schön hohes Niveau. Selbst Erwachsene hatten dort ihre Schwierigkeiten“, so Cedric Kosak.

„Für Cedric – dachte ich – sei es eine große Herausforderung. Zuvor war er noch nie so heftige und lange Strecken gefahren.“, erklärt sein Vater.

Die rund 35-köpfige Konkurrenz war aufgrund der größeren Erfahrung hart und schnell.

Das internationale Starterfeld setzte sich aus Fahrern aus Italien, Österreich, Polen, England, Niederlande, Irland und Deutschland zusammen.

Die Spannung vor dem Rennen sei extrem groß gewesen. Kosak blickt zurück: „Als ich das erste Mal oben am Berg stand und die durch Wald und Wege führende Strecke voll mit Schlamm, Steinen, Wurzeln und kleinen Erhöhungen sah, wurde mir doch schon etwas mulmig. Zum Glück war mein Vater dabei, mit dem ich dann erstmal die Strecke zu Fuß erkundete. Gemeinsam überlegten wir uns optimale Fahrspuren und Bewegungen, um die Strecke gut absolvieren zu können.“

Nach ungefähr sechs Probeläufen, nur einem kleinen Sturz und einigen kleinen Umbauten (unter anderem gab es einen Reifenwechsel) ging es dann zum offiziellen Startschuss des Halbfinales. Hier belegte Cedric den neunten Platz.

Im Finale wollte er sich noch steigern – und das tat er. Mit drei Minuten und 40 Sekunden, bei einer ungefähren Höchstgeschwindigkeit von 60 Stundenkilometern, belegte er den fünften Platz in seiner Altersklasse.

„Das war einfach ein unglaubliches Gefühl! Mein Start in die Serie war mir gut gelungen.“

Im folgenden Serienteil in Serfaus und bei der Rookie-Weltmeisterschaft belegte er dann den 9. und 12. Platz.

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