FSV-Trainer Sadowski mit dem 0:0 unzufrieden

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Innenverteidiger Marius Maus (links) ist einer von vier Werdohlern, die in Erlinghausen in der Startaufstellung standen, aber am kommenden Sonntag gegen die SpVg Olpe sicher ausfallen.

Werdohl - Mit knapp 24 Stunden Abstand fand Marco Sadowski, neuer Trainer der FSV Werdohl, das 0:0 bei RW Erlinghausen zum Auftakt der Fußball-Landesliga unter den Augen von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dann doch „in Ordnung“. Dennoch sparte der Coach nicht mit Kritik – und die personellen Sorgen werden größer.

Torloses Unentschieden in einem Auswärtsspiel mit mehr als 100 km Anfahrt, und das gar in mehr als 30-minütiger Unterzahl: Vordergründig klingt das nach einem keineswegs schlechten Resultat. Sadowski aber passte der Auftritt seiner Elf über weite Strecken überhaupt nicht. „Vor allem in der ersten Halbzeit war das von uns viel zu wenig Bewegung, wir haben zu selten nach außen gespielt. Durch die Mitte ging fast jeder Ball verloren“, legte der Werdohler Coach den Finger in die Wunde.

Dass seine Elf in der Defensive die Erlinghausener kaum zu Chancen kommen ließ, hob Sadowski als positiv hervor, um direkt ein „aber“ hinterher zu schicken: „Nach vorne hat es an allen Ecken und Enden gefehlt.“

Kurioserweise, so die Beobachtung des Trainers, fand seine Elf etwas besser in die Grundordnung, nachdem sie wegen der Ampelkarte für Redouane El Alami mehr als eine halbe Stunde in Unterzahl agieren musste. Aus dem Grund verzichtete Sadowski auch auf jegliche Einwechslung. „Ich hätte keinem der Jungs auf der Bank einen Gefallen damit getan, sie in so einem Spiel zu bringen“, sagte Sadowski.

So war das Unentschieden unter dem Strich für die Rot-Weißen nicht einmal unverdient. Ein Schluss, zu dem am Sonntag auch der wohl prominenteste Zuschauer kam. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke verfolgte die Auftaktpartie seines Heimatvereins von der Tribüne aus – sein Sohn André stand in der Erlinghausener Anfangsformation. „Mit dem Unentschieden können beide Mannschaften gut leben“, bilanzierte der Dortmunder Macher, der nach eigener Aussage „so oft es passt“ im Hudestadion vorbei schaut. „Wir spielen ja meistens am Samstag, darum bekomme ich die zumindest die Heimspiele sonntags schon oft mit“, betonte Watzke.

Die Frage, ob seine Leidenschaft bei Partien seines Sohnes oder bei Spielen der Schwarz-Gelben größer ist, stellt sich aus seiner Sicht jedoch nicht: „Die Prioritäten sind eindeutig. Es ist ja klar, dass es beim BVB schon um etwas mehr geht“, so Watzke.

Um viel geht es auch für die FSV, wenn am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) die SpVg Olpe am Riesei gastiert. Sadowskis Personalsorgen verschärfen sich bis dahin erneut, weil Marius Maus, Murat Kaya und Torhüter Marcus Grete dann im Urlaub weilen, zudem Redouane El Alami gesperrt ist.

Allerdings stehen auch die Olper unter Druck – der Titelanwärter aus dem Nachbarkreis legte mit der überraschenden 0:4-Heimpleite gegen den SSV Meschede einen Fehlstart hin. - Von Christian Müller

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