Busch-Jaeger-Mitarbeiter bei den Special Olympics

Freiwillige Helfer im Norden statt Urlaub im Süden

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Mine Pasternak misst beim Weitsprung genau nach

Kiel - Sie opfern ihren Urlaub – für einen guten Zweck. Während andere ihre freien Tage und Wochen in den beliebten Urlaubsregionen im Süden verbringen, zieht es 16 Mitarbeiter des Lüdenscheider Elektroinstallationstechnik-Unternehmens Busch-Jaeger in den Norden Deutschlands, nach Kiel. Ziel sind die Special Olympics 2018, bei denen sich insgesamt 150 Beschäftigte der ABB-Gruppe für Menschen mit Behinderung einsetzen.

 „Ich bin immer wieder aufs Neue begeistert“, sagt Andreas Wildegans, der bereits zum vierten Mal als Helfer aktiv ist und seit 35 Jahren bei Busch-Jaeger arbeitet. Seinem Urlaub trauert der Bergstädter nicht hinterher, stehen für ihn viel mehr die Erlebnisse mit den 4600 Athleten im Vordergrund. „Es ist einfach ein tolles Gefühl, zu sehen, mit welcher Hingabe die Teilnehmer ihrer Sportart nachgehen“, fügt Kollegin Tanja Horn hinzu, „wenn wir ihnen dabei helfen und für einen reibungslosen Ablauf sorgen können, dann macht einen selber das auch sehr glücklich.“

Als Gegenleistung für den Aufwand und die freien Tage übernimmt das Unternehmen die Hotel- und Reisekosten der Helfer. Am Montag wurden die Special Olympics in diesem Jahr eröffnet, wobei die Einweisung der vielen Athleten im Vordergrund stand. Aber auch die ersten Disziplinen gingen beim Eröffnungstag schon über die Bühne. Über 50 und 75 Meter gab es bereits die ersten Medaillen zu vergeben.

Für die Busch-Jaeger-Helfer bedeutet dies: Teilnehmer aufrufen, Listen von anderen Helfern entgegennehmen und weitergeben, Sportler zu ihrem Startplatz führen und nach dem Lauf wieder abholen. „Ich muss die Athleten erst einmal beruhigen“, sagt Mine Pasternak, die bereits zum dritten Mal in der Helfer-Rolle ist und die Messung beim Weitsprung übernimmt, „die sind nämlich alle ziemlich aufgeregt.“

„Es lohnt sich wirklich, hierfür Urlaub zu nehmen, um das hier mitzuerleben und die glücklichen Sportler kennenzulernen“, sagt Tanja Horn, die bereits während ihrer Ausbildung im Unternehmen zu den Special Olympics gefahren ist und nun zum zweiten Mal teilnimmt. Als Lohn für die Arbeit steht heute traditionell der „Überraschungsabend“ für alle Helfer des Unternehmens an. „Das sind immer besondere Abende“, erinnert sich Andreas Wildegans, „ich glaube, dieses Jahr könnte es auf ein Schiff gehen. Immerhin sind wir in Kiel.“

Ein Highlight wird ein Lauf werden, an dem alle Athleten der Special Olympics teilnehmen. Bis Freitag kämpfen sie dann noch in insgesamt 19 Disziplinen um die Medaillen.

Die Busch-Jaeger-Helfer in Kiel: Sevda Aygün, Markus Balz, Katica Balz, Iris Böbel, Ralf Haldimann, Tanja Horn, Maria Iliadis, Anne Kenkel, Vassilliki Kiromitis, Dimitros Kiromitis, Armin Langer, Margit Meise, Mine Pasternak, Andreas Sauer, Markus Uhlmann, Andreas Wildegans

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