Playoffs sind wieder das Ziel der Highlander

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Zwei der drei „Neuen“ bei den Highlandern: Julian Klein und Marvin Gleibler.

Lüdenscheid - Mit Fug und Recht zählen die Highlander Lüdenscheid inzwischen zum festen Bestandteil der Inline-Skaterhockey-Bundesliga. Die Zugehörigkeit der „Schotten“ jährt sich zum neunten Mal. Allein sechs Mal nahmen die Bergstädter an der Vorschlussrunde um die Deutsche Meisterschaft teil.

Etwas anders als in den Vorjahren sind die Playoffs diesmal erklärtes Ziel der Mannen von Trainer Stephan Mayer, die am Samstag gemeinsam mit Gegner Essen als letzte der zwölf Erstliga-Teams ins Geschehen eingreifen.

„Einmal in Assenheim gewinnen“

„Nach dem Abschneiden in den vergangenen beiden Jahren kann man nicht mehr nur vom Klassenerhalt sprechen“, gibt sich Highlander-Trainer Stephan Mayer vor dem Saisonstart in der Ruhrpott-Metropole schon recht angriffslustig. Völlig verständlich nach einer tollen letzten Saison, in der sich die Highlander eingruppierten in die Riege der Top-Teams unter den ersten Vier, auch wenn am Ende freilich das bittere Viertelfinalaus gegen den TV Augsburg stand. Dem Trainer fällt es dann auch schwer, eine Antwort auf die Frage zu finden, was (noch) besser laufen kann.

„Einmal in Assenheim gewinnen“, schickt Stephan Mayer mit einem Augenzwinkern voraus – beim einzigen hessischen Ligavertreter haben die Highlander bislang immer auf die Mütze bekommen –, um dann anzufügen, dass ein „Weckruf wie im Hinspiel gegen Augsburg nicht nochmal passieren muss“, erinnert sich der Übungsleiter nur ungern an die 0:11-Klatsche vor eigenem Publikum, das zeitweise böse Erinnerungen an das „Seuchenjahr“ 2012 weckte.

Doch auch der Trainer, der in seine zweite Spielzeit geht, weiß, dass der Saisonstart von einigen Unwägbarkeiten bestimmt sein wird. Da wäre zum einen die neue Spielumgebung in der Iserlohner Heidehalle, in der die Highlander im Juli 2014 mit den Samurai aus der Waldstadt zwar den Kreisrivalen und Ex-Meister düpierten. Es war aber eben auch nur ein Spiel gewesen, in dem nahezu alles gepasst hatte. Nun aber müssen sich die Highlander fast im zwei Wochen-Rhythmus auf der kleineren, wesentlich intensiveren und schnelleren Fläche beweisen – und wenn

Ein happiges Auftaktprogramm

es nach Mayer geht, auch werden: „Die Heimspiele sollten wir immer versuchen, zu gewinnen.“ Wie groß die Zuschauerresonanz bei den Heimspielen in der Fremde allerdings sein wird, bleibt abzuwarten. Dazu wartet jedoch noch ein durchaus happiges Auftaktprogramm auf die „Schotten“: Essen, Bissendorf, Augsburg, Köln, Assenheim – „es kann natürlich durchaus passieren, dass wir anfangs mit null Punkten dastehen“, ist die Sorge Stephan Mayers vor einem Fehlstart nicht ganz unbegründet. Weil das überwiegend Eishockey spielende Personal eben auch selten zusammen trainierte oder sich mit Verletzungen plagte (Svejda, Bruch, Loecke). DEL-Profi Dieter Orendorz ist angesichts der Play-Off-Serie mit den Iserlohn Roosters erst einmal überhaupt kein Thema, hinter Mark-Terry Hall, Shootingstar 2014, steht wegen beruflicher Mehrbelastung ein großes Fragezeichen. Falk Elzner, langjähriger Kapitän, war bereits im vergangenen Jahr umgezogen und wird nur noch ganz selten zur Verfügung stehen. Über allem steht jedoch die Frage, inwieweit das neue Torhüter-Duo Sebastian May (Samurai Iserlohn) und Julian Klein (Duisburg Ducks II) die kratergroßen Lücken von Jonas Mohr und Daniel Schneider schließen kann. „Julian hinterlässt schon jetzt einen sehr guten Eindruck, Sebastian bringt die nötige Erfahrung mit“, ist Stephan Mayer allerdings zufrieden mit dem neuen Gespann, aus dem bislang aber keine klare Nummer eins hervorgegangen ist.

Als dritter Neuzugang stieß Marvin Gleibler zu den „Schotten“. Erst vor einer Woche wurde die Verpflichtung des „Hünen“ festgezurrt, weshalb sich allzu große Erwartungen an den Verteidiger noch verbieten. - KN – Das Highlander-Aufgebot:

Tor: Julian Klein, Sebastian May, Jan Eberwein

Feld: André Bruch, Falk Elzner, Marvin Gleibler, Mark-Terry Hall, Dustin Heckmann, Robin Loecke, Justin Nördershäuser, Dieter Orendorz, Mike Ortwein, Jonathan Otters, Tim Dominik Seuster, Matti Stein, Jiri Svejda, Pieter ter Haar

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