Geheimniskrämerei um Torhüter Mathias Lange

Völlig losgelöst zum Erfolg: Brooks Macek.

Iserlohn - Es war nicht leicht für Jari Pasanen, seine Euphorie unter Kontrolle zu halten. Der Trainer der Iserlohn Roosters war nicht berauscht, aber unglaublich angetan von der herausragenden Leistung seiner Mannschaft am Dienstagabend in Spiel vier der Viertelfinalserie gegen den ERC Ingolstadt. „Man darf nicht vergessen, es war nur ein einziges Spiel, aber…“ Ja, das 5:0 gegen den Deutschen Meister war eine Demonstration starken Eishockeys.

Von Mirko Heintz

„Wir haben den Ingolstädtern insbesondere vor unserem eigenen Tor nichts gegeben. Daniar Dshunussow hat den ersten Schuss gehalten, danach haben die Jungs alles andere aus dem Weg geräumt“, stellte Pasanen zufrieden fest. Auch Ingolstadts Chefcoach Larry Hurras

Hier finden Sie den Spielbericht:

Roosters gleichen Serie gegen Panther aus

musste anschließend zugeben, dass sein Team nach den zwei schnellen Toren binnen 95 Sekunden im Mitteldrittelkeine Chance mehr gehabt hätte, in diese Partie zurückzufinden: „Iserlohn war an diesem Abend einfach unglaublich stark und hat verdient gewonnen.“ Hurras bringt den Sauerländern den Respekt entgegen, den sich die Mannschaft verdient hat. Spannend ist die Frage, warum die Ingolstädter nicht in der Lage waren, dem Tempo der Iserlohner etwas entgegenzusetzen. Insbesondere das aggressive Forechecking der Panther aus den ersten drei Viertelfinalpartien war im gesamten Match in nur einem einzigen Wechsel zu erkennen.

„Das mag an der Kraft liegen, aber dieser Vorteil wird jetzt wieder verpuffen, denn beide Mannschaften haben jetzt drei freie Tage und werden sich regenerieren“, meinte Jari Pasanen. Für Iserlohns Manager Karsten Mende kommt die Entwicklung nicht überraschend, er weiß um die harte Arbeit des Teams, aber auch um die Sinnhaftigkeit dieser Arbeit, die sich jetzt auszahlen könnte. „Jari weiß in punkto Trainingsintensität genau, was er macht.“

Bemerkenswert ist auch, wie es den Roosters gelingt, sich bis dato in jedem Spiel der Serie zu steigern. War das erste Aufeinandertreffen noch mehr als durchwachsen, steigerten sich die Sauerländer in allen Bereichen, ließen dem Meister am Dienstag fast keine Chance. Fast- denn die Bayern trafen Latte und Pfosten, sonst hätte die Partie einen anderen Verlauf nehmen können.

„Wir scheinen eine echte Playoff-Mannschaft zu sein, steigern uns immer wieder und haben eine richtig gute Leistung gebracht. So können wir die Panther wirklich ärgern“, unterstreicht auch Iserlohns Marko Friedrich.

Bleibt der Blick auf die Torhütersituation. Dass Mathias Lange am Dienstagabend nicht spielen würde, war jedem klar. Wann er wieder spielen kann, ist dagegen offen und wird am Seilersee weiterhin nicht kommuniziert. Lange humpelte am Dienstag allerdings schon deutlich weniger und war sichtlich froh über die Leistung seines Back-up Daniar Dshunussow.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare