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Riesige Vorfreude auf das Derby im Lennestadion

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Von: Michael Jeide

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Urlauber Philip Fischer (links), der hier den über Reda Belkaious springenden Slawn Awakjan verfolgt, wird der FSV am Sonntag fehlen.
Urlauber Philip Fischer (links), der hier den über Reda Belkaious springenden Slawn Awakjan verfolgt, wird der FSV am Sonntag fehlen. © Schäfer, Lars

Die Bilanz, sie spricht eindeutig für die FSV: Von den 21 Vergleichen mit dem TuS Plettenberg seit 2001 gewannen die Werdohler allein 13, die Blau-Gelben hingegen nur fünf – bei einem Torverhältnis von 47:21 für die Kicker aus der Stadt, die ein Stück weit flussabwärts vom Lennestadion liegt, wo am Sonntag um 15.30 Uhr angepfiffen wird. 

Plettenberg/Werdohl - Angepfiffen zum mit Spannung erwarteten ersten Pflichtspielvergleich beider Mannschaften seit der Saison 2011/12, angepfiffen zum Duell der beiden Brüder auf den Trainerbänken, Florent Zejnullahu auf der Plettenberger, Fitim Zejnullahu auf der Werdohler Seite.

Trafen beide Mannschaften in den letzten zehn Jahren aufeinander, waren es Testspiele, die stets mit dem Sieg der klassenhöheren Werdohler endeten. Nach dem Rückzug der FSV aus der Landesliga, mit dem die Vereinsführung dem unvermeidlichen sportlichen Abstieg zuvorkam, gab es am 10. Juli wieder einen Vergleich auf Augenhöhe. Doch wieder gewann die FSV, markierten zwei späte Treffer den 2:0-Testspielerfolg am Riesei.

Ich freue mich, dass es dieses geile Derby wieder gibt. Und das gegen meinen Bruder, der mich geprägt hat und von dem ich viel gelernt habe.

Florent Zejnullahu Trainer TuS Plettenberg

Fünf Wochen nach diesem Start in die Saisonvorbereitung haben beide Trainer eine Phase hinter sich, in der längst nicht alles rund lief, vor allem nicht auf Werdohler Seite. „Wir haben eine schwere Vorbereitung hinter uns, mussten 20 Spieler integrieren und ein System erarbeiten“, blickt Fitim Zejnullahu zurück. Dem Sieg gegen den TuS folgten ein 2:3 bei der SG Serkenrode/Fretter, ein 0:5 gegen den SV Attendorn, dazu zwei Absagen aus personellen Gründen.

Dennoch ist Zejnullahu zuversichtlich: „Ich sehe uns absolut gerüstet für die Saison, wenn wir Leidenschaft, Gier und Willen auf den Platz bringen. Wir werden noch Zeit brauchen, aber die Zeit geben wir uns“, muss sich die FSV die Spielpraxis und die Harmonie auf dem Platz nun eben in den Pflichtpartien erarbeiten. Dazu verlangt der Coach, „von Beginn an eine hohe Intensität“ zu fahren. Werde dies von der Mannschaft umgesetzt, sieht er sein Team in der Lage, „jedem Gegner weh zu tun“ – auch dem TuS Plettenberg, bei dem Fitim Zejnullahu Anzeichen für „eine gewisse Euphorie“ ausgemacht hat. „Der TuS hat eine gute Struktur, einen guten Trainer und ballintelligente Spieler.“

Es war eine schwere Vorbereitung. Aber ich sehe uns absolut gerüstet für die Saison, wenn wir Leidenschaft, Gier und Willen auf den Platz bringen.

Fitim Zejnullahu Trainer FSV Werdohl

Komplimente, die sein jüngerer Bruder Florent gern vernimmt, die ihn aber nicht abheben lassen. „Wir haben sechs Wochen gut und fleißig gearbeitet, sind aber ebenso wie die FSV noch nicht beim Optimum, weil die Urlaubszeit es erschwert hat, dass ich meine Spielidee allen Spielern mitteilen konnte. Aber diese Probleme müssen wir mit unserem 21 Mann-Kader lösen können“, sagt Florent Zejnullahu, der es mit einer motivierten Mannschaft anstrebt, die Punkte in Böddinghausen zu behalten. „Wir wollen Werdohl einen guten Fight liefern“, kündigt er vor dem Duell mit dem geliebten Bruder Fitim (Florent: „Was oft vergessen wird: Er war vier Jahre mein Trainer“) an.

Zum Personal: Beim TuS Plettenberg pausiert der am Knie verletzte Kosta Sarris wohl noch vier bis sechs Wochen, fehlen überdies die Urlauber Hegemann und Houdek. Bei der FSV Werdohl fehlt mit Philip Fischer ebenfalls der Linksverteidiger, dazu Tufan Kirci (beide Urlaub), Gian-Marco de Luca ist angeschlagen.

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