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Besuch im MK: Boxlegende Axel Schulz zeigt sich von Projekt begeistert

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Von: Volker Halbhuber

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Hochbetrieb herrschte beim Tag der offenen Tür im First Punch Box Center. Mittendrin: Axel Schulz.
Hochbetrieb herrschte beim Tag der offenen Tür im First Punch Box Center. Mittendrin: Axel Schulz. © Daniel Kraski

Wenn eine weltbekannte deutsche Boxlegende einen Tag der offenen Tür in Plettenberg besucht, dann muss schon etwas ganz Besonderes dahinterstecken. So war es auch am Samstag.

Plettenberg - Das First Punch Box Center lud zum Tag der offenen Tür. Mit der Punch School, einem sozialen Projekt, bei dem Kinder und Jugendliche neben einem professionellen Boxtraining von der Schule abgeholt werden, ein Mittagessen bekommen sowie Beschäftigungs- und Gruppenangebote erhalten, hat Center-Leiter Jan Christoph Jaszczuk Aufmerksamkeit bis nach Frankfurt/Oder bekommen. Dort hörte kein Geringerer als Boxlegende Axel Schulz von diesem Projekt. Schulz, der 1995 durch seinen WM-Kampf gegen George Foreman berühmt wurde, kam gerne und zusammen mit Ruben Jaring vom Boxausstatter Benlee nach Plettenberg, um mit Fotoshootings und Autogrammen dieses auf Spenden basierende Projekt zu unterstützen. Bereits zu Beginn des Tages der offenen Tür kamen viele junge, aber auch ältere Boxinteressierte, um im Sparing vor den Augen eines großen Boxers ihr Können darzubieten. „Die Punch School ist ein so tolles Projekt, aber auch mit viel Arbeit verbunden, die man von außen erst einmal nicht sieht“, sagte Axel Schulz.

Die Punch School ist ein so tolles Projekt, aber auch mit viel Arbeit verbunden, die man von außen erst einmal nicht sieht.

Axel Schulz

„Die Menschen, die hier im Box-Center boxen, wird man nicht auf der Straße in Schlägereien verwickelt sehen. In den Boxschulen wird so sehr auf Respekt geachtet und beigebracht, dass dies hier auf der Straße nichts zu suchen hat“, widersprechen Schulz und Jaszczuk dem Klischee, dass Boxer sich auch auf der Straße schlagen. Ganz im Gegenteil sogar. „In unserer Punch School bieten wir den Teilnehmern Gewaltprävention, Teamworkschulung und Anti-Mobbing-Aktionen. Respekt wird bei uns ganz groß geschrieben“, so Jaszczuk. „Hier wird Respekt beigebracht, nicht der Kampfsport“, ergänzte Schulz, selbst Vater von zwei Töchtern.

„Der Respekt gegenüber Lehrern und Schülern geht heute bei den Kindern und Jugendlichen leider oft verloren. Das Projekt hier nimmt sich dem Problem an“, so Schulz, der über das Laureus-Projekt „Kick im Boxring“ selbst an einigen Aktionen beteiligt ist. „Bei Laureus können sich zum Beispiel die Lehrer bei den Vereinen melden, wenn die Schüler nicht in die Schule gehen. Der Verein sperrt dann die Kinder vom Training so lange, bis sie wieder die Schule besuchen“, berichtete Schulz. Projekte wie die Punch School, die seit Jahren erfolgreich in Plettenberger Schulen läuft, lassen sich laut Axel Schulz aber nicht so einfach vervielfältigen. „Das hier ist schon in diesem Umfang eine große Ausnahme. Dies kann man nicht einfach kopieren. Da steckt viel Pionierarbeit hinter“, war die 53-jährige Boxlegende von dem Projekt total begeistert.

Neben der Punch School bietet das First Punch aber auch für Erwachsene spezielles Einzel- und Managertraining an. Hierfür stehen neben den Trainingsräumen auch Schulungsräume zur Verfügung. Für weitere Informationen steht Jan Christoph Jaszczuk mit seinem Team unter info@firstpunch.eu oder direkt im Center an der Jüttenstraße in Eiringhausen zur Verfügung.

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