„Projekt Fatnassi“ beim TuS Neuenrade gescheitert

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Eddie Fatnassi ist seit Donnerstagabend nicht mehr Trainer des A-Kreisligisten TuS Neuenrade.

Neuenrade - Die 0:6-Pleite im Kreispokal-Achtelfinale am Mittwochabend beim Ligakonkurrenten SV Hellas Lüdenscheid war der letzte Tropfen, der das randvolle Fass voller Enttäuschungen zum Überlaufen gebracht hat: Eddie Fatnassi ist seit Donnerstagabend nicht mehr Trainer des Fußball-A-Kreisligisten TuS Neuenrade.

„Wir haben uns einvernehmlich getrennt. Anscheinend hat es zwischen Eddie und der Mannschaft nicht gepasst. Das Projekt ist leider gescheitert. Dabei hatten wir im Sommer ein sehr gutes Gefühl, weil Eddie in der Jugend zuvor sehr gute Arbeit geleistet hat“, betonte TuS-Sportchef Oliver Maiwurm.

Bis zur Winterpause übernehmen Co-Trainer Dennis Bonevski, der ehemalige Spielertrainer Sahin Murat sowie TuS-Urgestein Uwe Krug als Interims-Trio das Kommando bei den Hönnestädtern, die mit großen Ambitionen in diese Spielzeit im Lüdenscheider Kreisoberhaus gestartet waren und mit bislang sechs Zählern aus acht Punktspielen den eigenen Ansprüchen meilenweit hinterherhinken. Bis zum Start in die zweite Saisonhälfte will Oliver Maiwurm einen neuen Cheftrainer präsentieren.

Nach dem blutleeren Pokalauftritt der Neuenrader am Mittwochabend in Lüdenscheid vereinbarten der Sportliche Leiter und Abteilungsleiter Karl-Heinz „Ala“ Thiele für Donnerstagabend ein Sechs-Augen-Gespräch mit Übungsleiter Eddie Fatnassi, der erst im Sommer das Amt des Cheftrainers und damit die Nachfolge von Sahin Murat angetreten war. „In dieses gute und lange Gespräch am Donnerstag sind wir nicht mit dem Ziel hereingegangen, Eddie zu entlassen. Wir wollten vielmehr gemeinsam nach Lösungen suchen, wie wir aus dieser schwierigen Situation herauskommen. Die Mannschaft spielt bislang deutlich unter ihren Möglichkeiten, zeigt zu wenig Einsatz und hat sich schon zu viele Disziplinlosigkeiten geleistet. Zum Ende dieses Gespräches hat Eddie dann angeboten, Platz für einen neuen Trainer zu machen. Das ist aus unserer Sicht auch die beste Lösung, weil es einfach nicht funktioniert hat“, so Maiwurm. Er hoffe aber sehr, dass der Übungsleiter mit tunesischen Wurzeln der Nachwuchsabteilung des TuS weiter erhalten bleibt.

Vor dem Training am Freitagabend wurde die Mannschaft über diese Entscheidung informiert. „Das Team ist jetzt ganz klar in der Pflicht und kann sich hinter nichts mehr verstecken. Ich erwarte, dass die Mannschaft schon am Sonntag im Heimspiel gegen Rönsahl eine Reaktion zeigt und dieses Spiel gewinnt“, so Maiwurm.

Leicht dürfte das Gastspiel des Tabellenvierten (15 Uhr, Waldstadion) für die Hönnestädter aber keineswegs werden. Zumal der TuS weiterhin auf den rotgesperrten Defensiveckpfeiler Wassilios Xanthopoulos verzichten muss und der spielstarke Gast von der Kreisgrenze zum Bergischen Land nach fünf Siegen in Serie mit breiter Brust anreisen dürfte.

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